Wofür TITAN gebaut ist
13 Lastprofile, für die diese Reihe die passende Plattform ist — jeweils mit dem Grund, warum gerade hier.
Für einzelne Dienste überdimensioniert. Erst ab mehreren Dutzend gleichzeitigen Arbeitslasten sinnvoll.
- HPC
- MPI-Jobs über mehrere Knoten mit bis zu 25-Gbit-Anbindung. Über die Skalierung entscheidet die NUMA-Bindung der Prozesse — ob ein Prozess auf dem Sockel läuft, dessen Speicher er nutzt —, nicht die reine Kernzahl.
- Simulation
- CFD-, FEM- und Monte-Carlo-Läufe, die vom aggregierten Durchsatz aller zwölf Speicherkanäle leben und über Tage hinweg stabil laufen müssen.
- Build-Farmen
- Hunderte parallele Compiler-Jobs auf einem Knoten. Turin-Kerne mit hohem Boost verkürzen auch die seriellen Linkerläufe am Ende.
- Virtualisierung
- Proxmox VE oder KVM mit SR-IOV und PCIe-Passthrough auf eigenem Blech — ohne Hypervisor-Aufschlag und ohne fremde Gäste auf denselben Kernen.
- Hypervisor-Cluster
- Ab drei Knoten mit vRack-Fabric. Live-Migration und Heartbeat laufen über das private Netz, nicht über den öffentlichen Uplink.
- Rendering
- Blender-, V-Ray- oder Nuke-Knoten. CPU-Passes laufen ohne Bindung an GPU-Treiberversionen und lassen sich beliebig lange offen halten.
- Lizenzgebundene Intel-Lasten
- Software, deren Zertifizierung oder Lizenz ausdrücklich eine Intel-Plattform voraussetzt — auf einem Sockel mit 86 Kernen.
- KI-Inferenz auf CPU (AMX)
- Intel Advanced Matrix Extensions beschleunigen INT8- und BF16-Matrixoperationen. Kleinere Modelle laufen damit ohne GPU wirtschaftlich.
- Datenbanken mit großem Arbeitsspeicher
- 256 GB registriertes ECC ab Werk: Der Puffer großer Datenbanken passt in den Arbeitsspeicher, statt vom Laufwerk nachzuladen.
- Container-Hyperscale
- Hunderte Threads je Knoten tragen vierstellige Pod-Zahlen. Es sind volle Zen-5-Kerne der Turin-Generation mit bis zu 4,5 GHz Boost, keine Dichtevariante mit gesenktem Takt.
- CI-Fleet
- Ein Knoten ersetzt eine ganze Runner-Flotte. Container starten von lokalem NVMe, wodurch die Warteschlange am Morgen deutlich kürzer wird.
- Private Cloud
- OpenStack- oder Proxmox-Cluster, bei dem ein Chassis ersetzt, was sonst ein halbes Rack belegt — inklusive der zugehörigen Verkabelung.
- Big-Data-Cluster
- HDFS-, Iceberg- oder Trino-Knoten mit bis zu acht NVMe-Laufwerken. Zwischenergebnisse bleiben im RAM, statt über das Netz zu wandern.