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Energie und Ressourcen

Effizienz ist messbar. Alles andere ist Behauptung.

Ein Rechenzentrum ist eine Maschine, die Strom in Rechenleistung und Wärme verwandelt. Wie gut sie das tut, lässt sich messen. Beim Strom über den PUE: das Verhältnis von Gesamtverbrauch zu IT-Verbrauch. Beim Wasser über den WUE: die Liter, die je Kilowattstunde IT-Last verdunsten. Beide Größen beschreiben ein Gebäude; wir wählen danach aus. Die dritte gehört uns: die Nutzungsdauer der Hardware. Uns zugerechnet sind außerdem der Strombezug und die IT-Last, die im PUE den Nenner bildet. Diese Seite zeigt alle drei — PUE und WUE je Standort, auch dort, wo die Werte schlecht sind — und trennt das Erreichte von dem, was wir anstreben.

Jede Umweltaussage auf dieser Seite trägt eine Zahl, ein Messverfahren und einen Zeitraum. Alle Werte beziehen sich auf das Kalenderjahr 2025 und werden jährlich im April fortgeschrieben; die Treibhausgasbilanz ist extern mit begrenzter Sicherheit geprüft.

Berichtsjahr 2025

Bester PUE im Bestand
1,08
Helsinki (Standort Uusimaa); höchster Wert 1,16 in Berlin — nach Energieeffizienz wählen wir aus
Erneuerbarer Strom
100 %
Unser Strombezug, vertraglich über Herkunftsnachweise und Stromlieferverträge gedeckt — eine Vertrags-, keine physikalische Größe
Energiemanagement
ISO 50001
Extern testiert an 4 der 5 Standorte, an denen die Plattform läuft
Nutzungsdauer Hardware
6,4 Jahre
Unsere Hardware, Bestandsmittel 2025; branchenüblich sind 4 bis 5 Jahre

Energieeffizienz

1,08 bis 1,16, je nach Standort

Der PUE beschreibt, wie viel Gesamtenergie ein Standort je Kilowattstunde IT-Leistung braucht. Ein Wert von 1,08 bedeutet: Für 1 kWh im Server fließen 0,08 kWh zusätzlich in Kälte, Verluste und Gebäudetechnik. Die Größe misst damit ein Gebäude und keine Serverflotte. Wir wählen danach aus und verlangen die Messung nach EN 50600-4-2 über zwölf Monate. Der Wert selbst hängt überwiegend an der Kältetechnik des Baus; was wir dazu beitragen, sind die Auswahl und Vorgaben wie die Temperatur im Kaltgang.

PUE, bester Standort
1,08Helsinki (Standort Uusimaa), Jahresmittel 2025, gemessen nach EN 50600-4-2. Zum Vergleich: das Branchenmittel der Uptime-Erhebung 2025 liegt bei 1,56.
Einschränkung: Der Wert hängt an der Kältetechnik des jeweiligen Baus: Ein älterer Standort erreicht ihn auch dann nicht, wenn alles Übrige gleich bleibt. Deshalb ist der PUE ein Auswahlkriterium.
Freie Kühlung
92%Anteil der Jahresstunden 2025 ohne mechanische Kälte, Mittel über die 5 Standorte; die Spanne reicht von 85 % bis 98 %.
Einschränkung: Freie Kühlung hängt am Wetter und an der Auslegung des Baus — ein kühles Jahr verbessert den PUE, ohne dass sich am Betrieb etwas geändert hätte.
Erneuerbar, vertraglich
100%Unser Strombezug, gedeckt über Herkunftsnachweise — Zertifikate über Strom, der anderswo aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde — und über langfristige Stromlieferverträge.
Einschränkung: Eine Vertragsgröße, keine physikalische. Standortbasiert entstanden 2025 weiterhin 118.400 t CO₂e.
Energiemanagement
ISO 50001Extern testiert an 4 der 5 Standorte, an denen die Plattform läuft, jährlich überwacht.
Einschränkung: Das Testat gehört zum Standort und nicht zu uns; in der Auswahl fragen wir es ab und geben ihm Gewicht. Die Norm fordert ein Verfahren zur Erfassung und Verbesserung des Verbrauchs, keinen bestimmten Zahlenwert.

Warum die Werte auseinanderliegen

Den niedrigsten Wert erreicht der Standort Uusimaa in Helsinki, weil der Standort auf freie Kühlung mit hoher Temperatur im Kaltgang ausgelegt ist — also auf Kühlen mit Außenluft, ohne dass eine Kältemaschine anläuft. Das Klima dort verlängert die Stunden, in denen das ausreicht. Den höchsten hat der Standort Spree in Berlin mit 1,16: ältere Kältetechnik und warme Sommerstunden, in denen die freie Kühlung allein nicht mehr trägt und mechanische Kälte zugeschaltet werden muss.

Ein PUE-Vergleich zwischen Anbietern ist nur belastbar, wenn Messgrenze, Zeitraum und Auslastung übereinstimmen. Wir nennen deshalb jeden Standort einzeln statt eines geglätteten Gesamtwerts.

Was uns an dieser Rechnung gehört, ist der Nenner: die IT-Last. Wir senken sie je erbrachter Leistung, indem wir Systeme mit niedriger Auslastung zusammenlegen und ineffiziente Baureihen ersetzen. Auf den PUE wirkt das nicht — auf den Verbrauch schon.

Bester Standort
1,08 · Standort Uusimaa
Höchster Wert
1,16 · Standort Spree
Spanne
0,08
Branchenmittel (Uptime 2025)
1,56
Blick von einer Ecke über eine Rechenzentrumshalle: mehrere parallele Reihen schwarzer Serverschränke mit geschlossenen Lochblechtüren laufen nach hinten, dazwischen freie Gänge auf hellem Doppelboden mit perforierten Lüftungsplatten. Über den Reihen eine offene Decke mit verzinkten Kabeltrassen und durchlaufenden Leuchtenbändern.

PUE je Standort, Jahresmittel 2025

Skala 1,001,20 · niedriger ist besser

  • Helsinkihel11,08
  • Frankfurt am Mainfra21,09
  • Münchenmuc11,11
  • Frankfurt am Mainfra11,14
  • Berlinber11,16

Gemessen nach EN 50600-4-2 über zwölf Monate, einschließlich Kälte, Verluste der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) und Gebäudetechnik. Werte aus dem Teillastbetrieb sind ausgewiesen, aber nicht bereinigt — ein halb belegter Standort hat systembedingt einen schlechteren PUE.

Ziele und heutiger Stand

Was wir anstreben

Fünf Vorhaben, jedes mit einer Handlung und dem, was heute dazu gemessen ist — auch dort, wo der Messwert noch null ist. Zwei davon liegen bei unseren eigenen Systemen und Verträgen, drei bei der Standortwahl; die Zeile „Hebel“ sagt es je Vorhaben. Ziel und Stand stehen getrennt, damit das eine nicht als das andere gelesen wird; eine Jahreszahl versprechen wir nicht.

Wärmeübergabestation in einem Technikraum: zwei Plattenwärmetauscher nebeneinander auf Stahlrahmen, jeder ein Paket gleicher Platten zwischen zwei Endplatten, verspannt mit einem Kranz gleicher Zuganker. Gedämmte Leitungen treten über verschraubte Flansche ein und aus und laufen auf regelmäßigen Stützen an der Wand entlang.

Ziel · Energie

Den Energiebedarf je erbrachter Leistung senken

Wir wählen Standorte danach aus, wie gut sie sich mit Außenluft kühlen lassen, und verlangen eine Kaltgangtemperatur am oberen Ende dessen, was die Hardware zulässt. Beides verlängert die Stunden, in denen keine Kältemaschine anläuft.

Hebel
Standortwahl und Vorgabe
Stand 2025
PUE 1,08 bis 1,16
Verfahren
EN 50600-4-2, zwölf Monate

Ziel · Strom

Den Anteil erneuerbaren Stroms weiter erhöhen

Wir decken den Verbrauch über Herkunftsnachweise und Stromlieferverträge und verlagern diese Deckung Schritt für Schritt von handelbaren Zertifikaten auf Verträge, die an eine benannte Erzeugungsanlage gebunden sind.

Hebel
Unsere Verträge
Stand 2025
100 % vertraglich gedeckt
Offen
Standortbasiert 118.400 t CO₂e

Ziel · Hardware

Hardware nutzen, solange sie sicher und effizient läuft

Ersetzt wird nach dem Effizienzknick, nicht nach Abschreibungsdauer. Ausgemusterte Systeme werden aufgearbeitet, ihre Datenträger nachweislich gelöscht und die Geräte weiterverwendet, statt sie zu verschrotten.

Hebel
Unsere Hardware
Stand 2025
6,4 Jahre Nutzungsdauer
Verfahren
Löschung nach BSI TL-03423

Ziel · Abwärme

Standorte bevorzugen, an denen Abwärme abgenommen wird

Wir prüfen je Standort, ob ein Wärmenetz in erreichbarer Nähe liegt und mit welchem Vorlauf es Wärme abnimmt. Ohne Abnehmer und ohne passendes Temperaturniveau bleibt eine Auskopplung wirkungslos. Sie selbst ist Gebäudetechnik — wir können sie zum Auswahlkriterium machen, nicht zusagen.

Hebel
Standortwahl
Stand 2025
Keine Einspeisung gemessen
Verfahren
Prüfung je Standort auf Vorlauf und Abnehmer

Ziel · Wasser

Auf wasserarme Kühlung hinwirken

Wir verlangen, dass die adiabate Stufe auf die Stunden begrenzt bleibt, in denen sie den Strombedarf tatsächlich senkt, und rechnen für ältere Rückkühleranlagen durch, was ein geschlossener Kreislauf an Strom kostet. Wasser und Strom laufen dabei gegeneinander, weshalb wir WUE und PUE zusammen nennen.

Hebel
Standortwahl und Vorgabe
Stand 2025
WUE 0,09 bis 0,34 l/kWh
Verfahren
Zählerstand je Standort, Jahresmittel
Blick über einen Schaltraum: eine durchgehende Reihe baugleicher hellgrauer Schaltfelder an der Wand, jedes mit geschlossener Tür, gleichem Griff und kleinem Meldefeld. Über der Reihe läuft ein Kanal in gleicher Farbe; der Gang davor ist leer und der Raum von einem Ende zum anderen gleichmäßig hell.

Wasserverbrauch

WUE gehört auf den Tisch, nicht in die Fußnote

Adiabate Kühlung — Kühlen durch Verdunsten von Wasser in der Zuluft — senkt den Stromverbrauch und damit den PUE. Sie verbraucht dafür Wasser. Wer nur den PUE nennt, verschiebt das Problem. Der WUE gibt an, wie viele Liter je Kilowattstunde IT-Last verdunsten; an den Standorten, an denen die Plattform läuft, lag er 2025 zwischen 0,09 und 0,34 Litern. Auch der WUE ist Gebäudetechnik: Wir fragen ihn ab, führen ihn hier je Standort und nehmen ihn in die Auswahl — die Kühlung selbst haben wir nicht entworfen.

  • Helsinki · Standort Uusimaa0,09Die freie Kühlung trägt fast das ganze Jahr, adiabate Unterstützung läuft selten an. PUE desselben Standorts: 1,08.
  • München · Standort Isar0,12Geothermischer Kreislauf ersetzt die Verdunstungskühlung weitgehend. PUE desselben Standorts: 1,11.
  • Frankfurt am Main · Standort Rhein-Main II0,21Große Rückkühlerfläche, dadurch weniger Verdunstung. PUE desselben Standorts: 1,09.
  • Berlin · Standort Spree0,29Trockene Sommer verlängern die adiabate Laufzeit. PUE desselben Standorts: 1,16.
  • Frankfurt am Main · Standort Rhein-Main I0,34Ältere Rückkühleranlage; ein Austausch ist angekündigt, ein Termin liegt nicht vor. PUE desselben Standorts: 1,14.

Kreislaufwirtschaft

Sechs Stufen im Leben eines Servers

Rund 70 % unserer Emissionen entstehen nicht im Betrieb, sondern in der Herstellung der Hardware. Die wirksamste Maßnahme ist deshalb keine Effizienzsteigerung im Rechenzentrum, sondern jedes zusätzliche Betriebsjahr eines bereits gebauten Servers.

Dieser Abschnitt gehört uns vollständig. Über Kälte, Strom und Bau eines Standorts entscheiden wir nicht — über Beschaffung, Nutzungsdauer, Löschung und Weiterverwendung unserer Hardware schon. Jede der sechs Stufen ist deshalb eine Zusage mit Verfahren und Nachweis, kein Auswahlkriterium.

  1. Beschaffung mit Reparaturanspruch

    Wir kaufen nur Hardware, für die uns der Hersteller Ersatzteile und Firmware für mindestens acht Jahre ab Auslieferung zusichert. Systeme ohne diese Zusage kommen nicht in den Katalog, auch wenn sie günstiger wären. Netzteile, Lüfter und Datenträger müssen ohne Spezialwerkzeug tauschbar sein.

    8 JahreZugesicherte Ersatzteilversorgung

  2. Nutzung bis zum Effizienzknick

    Ausgetauscht wird nicht nach Abschreibungsdauer, sondern wenn die Leistung je Watt einer neuen Generation den Ersatz rechtfertigt — inklusive der Herstellungsemissionen des Neugeräts in der Rechnung. Bis dahin wandern ältere Systeme in weniger anspruchsvolle Produktlinien.

    6,4 JahreDurchschnittliche Nutzungsdauer im Bestand

  3. Aufarbeitung nach festem Prüfplan

    Ausgebaute Systeme durchlaufen immer dieselben Schritte: Reinigung, neue Wärmeleitpaste, Tausch von Lüftern und Netzteilen, Prüfung des Arbeitsspeichers, 72 Stunden Belastungstest. Systeme, die bestehen, gehen zurück in den Betrieb oder in den Wiederverkauf; was durchfällt, wird instand gesetzt und erneut geprüft oder ausgesondert.

    81 %Anteil ausgebauter Systeme, die den Test bestehen

  4. Zertifizierte Löschung

    Datenträger werden vor jeder Weitergabe gelöscht: SSD und NVMe über Sanitize-Kommandos — die Löschbefehle des Laufwerks selbst — nach ATA bzw. NVMe mit anschließender Verifikation, HDD über mehrfaches Überschreiben. Grundlage ist BSI TL-03423 in Verbindung mit der Maßnahme CON.6 des IT-Grundschutzes. Jeder Vorgang wird mit Seriennummer, Verfahren und Prüfergebnis protokolliert.

    100 %Datenträger mit Löschprotokoll und Verifikation

  5. Wiederverkauf statt Verschrottung

    Aufgearbeitete Systeme gehen über einen Händlerkreis in den Zweitmarkt, überwiegend an Bildungseinrichtungen und kleinere Betriebe. Verschrottet wird nur, was nicht mehr funktionsfähig oder wegen fehlender Firmware-Versorgung nicht mehr sicher betreibbar ist.

    89 %Wiederverwendungsquote ausgemusterter Systeme

  6. Stoffliche Verwertung

    Nicht wiederverwendbare Geräte gehen an einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb. Wir erhalten je Charge einen Nachweis über die zurückgewonnenen Fraktionen. Datenträger werden vorher physisch zerstört, unabhängig davon, ob sie zuvor gelöscht wurden.

    11 %Anteil, der in die stoffliche Verwertung geht

Treibhausgasbilanz 2025

Scope 1, 2 und 3 — vollständig, nicht selektiv

Scope 1 sind die direkten Emissionen aus dem, was wir selbst betreiben, Scope 2 die aus eingekaufter Energie, Scope 3 alles Vor- und Nachgelagerte — vor allem die Herstellung der Hardware und die Gebäudetechnik der Standorte, an denen die Plattform läuft. Netzersatzanlagen und Gebäudekälte stehen deshalb nicht in Scope 1, sondern in Scope 3: Sie gehen in unsere Bilanz ein, geführt werden sie nicht von uns. Bilanziert für das Kalenderjahr 2025 nach dem Greenhouse Gas Protocol, dem international üblichen Standard für Treibhausgasbilanzen. Geprüft durch eine externe Stelle mit begrenzter Sicherheit (limited assurance). Scope 2 führen wir doppelt, weil die marktbasierte Null sonst ein falsches Bild ergibt.

  • Scope 1

    Direkte Emissionen

    2022
    610 t
    2025
    390 t
    Anteil 2025
    0,2 %

    Der Fuhrpark der Technik: Fahrten zu den Standorten, Transporte von Hardware und Ersatzteilen. Mehr steht hier nicht: Netzersatzanlagen und Gebäudekälte sind Anlagen, die wir nicht führen; ihre Emissionen stehen unter Scope 3. Der Rückgang stammt überwiegend aus der Umstellung des Fuhrparks auf batterieelektrische Fahrzeuge.

  • Scope 2 (marktbasiert)

    Eingekaufte Energie, vertraglich

    2022
    0 t
    2025
    0 t
    Anteil 2025
    0,0 %

    Rechnerisch null, weil sämtlicher Strom über Herkunftsnachweise oder Stromlieferverträge gedeckt ist. Diese Null bedeutet nicht, dass am Netz kein CO₂ entsteht.

  • Scope 2 (standortbasiert)

    Eingekaufte Energie, physisch

    2022
    96.200 t
    2025
    118.400 t
    Anteil 2025

    Berechnet mit dem tatsächlichen Netzmix am jeweiligen Standort. Der Wert folgt der bereitgestellten Kapazität — das ist die ehrlichere Zahl, und wir führen sie deshalb mit.

  • Scope 3.1

    Eingekaufte Güter (Hardware)

    2022
    104.800 t
    2025
    152.400 t
    Anteil 2025
    70,4 %

    Herstellung von Servern, Speichermedien, Netztechnik. Der mit Abstand größte Posten und der Grund, warum wir Hardware lange laufen lassen statt sie nach Abschreibung zu tauschen.

  • Scope 3.2

    Kapitalgüter

    2022
    31.600 t
    2025
    25.900 t
    Anteil 2025
    12,0 %

    Herstellung langlebiger Betriebsmittel, die uns gehören: Schränke, Stromverteilung im Schrank, Netzverteiler, Mess- und Prüftechnik der Werkstatt. Der Posten schwankt stark mit dem, was in einem Jahr neu beschafft wird; 2025 fiel wenig davon an.

  • Scope 3.3 – 3.15

    Übrige vorgelagerte Emissionen

    2022
    30.200 t
    2025
    37.750 t
    Anteil 2025
    17,4 %

    Dienstleistungen, Transport, Abfall, Reisetätigkeit, vorgelagerte Energieerzeugung — und die Gebäudetechnik der Standorte, an denen die Plattform läuft: Probeläufe der Netzersatzanlagen und Kältemittelverluste der Gebäudekälte. Vollständig bilanziert, aber mit größerer Unsicherheit als Scope 1 und 2.

Angestrebt, Scope 1 + 2
−42%Absolut gegenüber dem Basisjahr 2022, Scope 2 marktbasiert gerechnet; Bezugsgröße sind 610 t. Den Stand berichten wir jährlich im April.
Einschränkung: Ein Ziel, kein erreichter Stand — und ein kleines: Scope 1 ist der Fuhrpark, Scope 2 marktbasiert ist null, zusammen 0,2 % der Bilanz. Ein Zieljahr nennen wir nicht, weil der Pfad an Maßnahmen hängt, die noch nicht alle beauftragt sind.
Angestrebt, Scope 3
−55%Je Petabyte verwalteter Kapazität, gegenüber dem Basisjahr 2022
Einschränkung: Eine Intensitätsgröße, kein absolutes Ziel. Bei wachsender bereitgestellter Kapazität können die absoluten Emissionen trotz Zielerreichung steigen.
Prüfung der Bilanz
externBegrenzte Sicherheit (limited assurance) für das Berichtsjahr 2025, einschließlich der Datenerhebung an den Standorten.
Einschränkung: Begrenzte Sicherheit ist die schwächere der beiden Prüfstufen: Sie bestätigt, dass nichts auffällt, nicht dass jede Zahl geprüft wurde.
Kompensierter Anteil
0,4%Nur Scope 1 — der Fuhrpark — und die Reisetätigkeit aus Scope 3; für alle übrigen Posten kaufen wir keine Zertifikate.
Einschränkung: Kompensation ersetzt keine Vermeidung. Wir weisen sie getrennt aus, damit sie die Bilanz nicht schönt.

Vermieden, kompensiert oder nur gerechnet

Wo unsere Zahlen eine Fußnote brauchen

Nachhaltigkeitsberichte sind voller Zahlen, die stimmen und trotzdem in die Irre führen. Diese Liste nennt die Stellen, an denen das auch für unsere eigenen Zahlen gilt, und ordnet jede einer von drei Kategorien zu: tatsächlich vermieden, rechnerisch ausgeglichen oder durch Zertifikate kompensiert. Hinzu kommt die Grenze der eigenen Zuständigkeit: Was Gebäudetechnik ist, bilanzieren wir mit, verantworten es aber nicht. ENTRONYX CLOUD nennt sich deshalb an keiner Stelle klimaneutral — für diese Aussage fehlt uns der Nachweis.

  • rechnerisch

    „100 % erneuerbar“ ist eine Vertragsgröße

    Wir decken unseren Verbrauch vollständig über Herkunftsnachweise — Zertifikate über Strom, der anderswo aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde — und über langfristige Stromlieferverträge. Diese Verträge schließen wir selbst; sie sind der Teil des Strombezugs, den wir zusagen können. Physikalisch fließt trotzdem der Strom aus dem lokalen Netz, mit dessen jeweiligem Mix. Deshalb führen wir Scope 2 zusätzlich standortbasiert: Die 118.400 t sind die Emissionen, die tatsächlich in der Atmosphäre landen.

  • vermieden

    Lange Nutzungsdauer statt Neukauf

    Jedes Jahr zusätzlicher Nutzung verteilt die Herstellungsemissionen eines Servers auf mehr Betriebsstunden. Bei 6,4 Jahren mittlerer Nutzungsdauer statt der branchenüblichen 4 bis 5 sinkt der Herstellungsanteil je Betriebsstunde um 22 % bis 38 %. Das ist die wirksamste Maßnahme in unserer Bilanz und gleichzeitig die unspektakulärste.

  • rechnerisch

    Abwärme ist ein Ziel, kein Ertrag

    An den Standorten, an denen die Plattform läuft, wird bisher keine Einspeisung in ein Fernwärmenetz gemessen. Die Rückkühler arbeiten mit einem Vorlauf, der unter dem Temperaturniveau der umliegenden Wärmenetze liegt; ein Anheben über Wärmepumpen ist gerechnet, aber nicht gebaut. Was vorliegt, ist eine Rechnung und kein Zählerstand — deshalb steht in dieser Bilanz keine Gutschrift für Abwärme.

  • rechnerisch

    Gebäudetechnik zählen wir mit, verantworten sie aber nicht

    Netzersatzanlagen — die Dieselaggregate für den Stromausfall — müssen regelmäßig unter Last laufen, sonst sind sie im Ernstfall unbrauchbar; Kälteanlagen verlieren über die Jahre Kältemittel. Beides gehört zur Gebäudetechnik der Standorte und damit nicht in unseren Scope 1: Diese Anlagen führen wir nicht. Bilanziert werden sie trotzdem, vorgelagert unter Scope 3.3 – 3.15 und mit branchenüblichen Faktoren gerechnet statt gemessen. Ausgeglichen werden sie nicht. An einem Standort wird seit Mai 2026 HVO-Kraftstoff (hydriertes Pflanzenöl, ein Dieselersatz) erprobt; in die Auswahl geht das ein, eine Zusage folgt daraus nicht.

  • rechnerisch

    Der größte Posten beruht auf Sekundärdaten

    Die 152.400 t aus der Herstellung der Hardware sind kein Messwert. Sie entstehen aus Stückzahlen, Gewichten und branchenüblichen Emissionsfaktoren, weil die Hersteller für die meisten Baureihen keine Bilanz je Gerät liefern. Die Unsicherheit dieses Postens ist größer als die von Scope 1 und Scope 2 zusammen, und sie schlägt entsprechend auf die gesamte Bilanz durch.

  • kompensiert

    Was wir nicht kompensieren

    Ausgeglichen werden nur Scope 1 — der Fuhrpark — und die Reisetätigkeit, zusammen 0,4 % der Bilanz; dafür verwenden wir Zertifikate aus Projekten nach Gold Standard, einem Zertifizierungsstandard für Klimaschutzprojekte. Für Scope 2 standortbasiert und für die übrigen Posten aus Scope 3 kaufen wir keine Zertifikate: Ein Posten von 152.400 t lässt sich nicht glaubwürdig ausgleichen, sondern nur verkleinern. Am Ende dieser Seite steht deshalb eine Bilanz und keine Null.

Alle Werte auf dieser Seite beziehen sich auf das Kalenderjahr 2025 und werden jährlich im April fortgeschrieben. Das Energiemanagement nach ISO 50001 ist an 4 der 5 Standorte, an denen die Plattform läuft, extern testiert: Frankfurt am Main (Standort Rhein-Main I), Frankfurt am Main (Standort Rhein-Main II), München (Standort Isar) und Helsinki (Standort Uusimaa). Wo das Testat fehlt, verlangen wir dieselbe Erfassung, ohne sie mit einem Zertifikat belegen zu können.

Nachweise

Prüfen Sie die Zahlen, bevor Sie einen Standort wählen

PUE, WUE und Belegung stehen auf jeder Standortkarte, die Zertifikate liegen im Original vor. Wer eine Zahl aus dieser Seite in einer eigenen Bilanz führen möchte, bekommt auf Anfrage die Messgrenze, das Verfahren und die Angabe, ob die Zahl aus unserem Betrieb oder aus der Gebäudetechnik eines Standorts stammt.

Bester PUE
1,08
Erneuerbarer Strom
100 % vertraglich
Bester WUE
0,09 l/kWh
Nutzungsdauer
6,4 Jahre