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Analysen

Die Zwischenstücke
bauen Sie nicht mehr

Fünf Dienste, die zusammen eine Strecke ergeben: Ereignisse aufnehmen, sie umformen, spaltenweise ablegen, durchsuchen und auswerten. Jeder Dienst läuft für sich; was sonst zwischen ihnen selbst gebaut und betrieben werden müsste, ist Teil des Dienstes.

Beträge netto, ohne Laufzeitrabatt und ohne Regionsfaktor. Standorte: 5.

Eckdaten
Dienste
5
Größenklassen
13
Einstieg
61,00 € / Monat
Steuerebene Data Platform
65,70 € / Monat
Ablage im Object Storage
0,0070 € / GB
Kompression ClickHouse
ab 10:1
Indexaufschlag OpenSearch
1,2
Alle Beträge netto zzgl. 19 % USt. Die Herleitung jedes Betrags steht in der Vergleichstabelle im Abschnitt „Größenklassen“.
Aufnahme
4 Wege
Kafka, Object Storage, Änderungsdaten, HTTP
Ablageformat
Parquet
mit Iceberg oder Delta als Tabellenformat
Kafka-Kopien
3
Replikationsfaktor 3 in jeder Klasse
OpenSearch-Knoten
3
ungerade Zahl für die Mehrheitsentscheidung

Die Kette

Vom Ereignis zur Kennzahl — vier Schritte

Eine Auswertung ist nie ein Produkt, sondern eine Strecke aus vier Schritten. An jedem entsteht ein Teil der Rechnung, und an jedem läuft eine eigene Uhr. Wer beides kennt, weiß vor der Produktwahl, an welcher Stelle sein Geld liegen bleibt.

  1. 01

    Erfassung

    Das Ereignis entsteht in Ihrer Anwendung und muss angenommen werden, bevor es jemand auswertet. Kafka, der verwaltete Dienst für Ereignisströme, nimmt es an und legt es dreifach ab — auf jedem der drei Broker, der Rechner des Clusters, einmal.

    Was er kostet

    ab 353,03 € / Monat

    Stream S mit 3 Brokern. Der Betrag hängt an der Brokerklasse, nicht an der Zahl der Ereignisse.

    Was er dauert

    5,7 Tage

    So lange bleibt ein Ereignis im Strom abrufbar: 480 GB nutzbarer Speicher, geteilt durch 84,4 GB am Tag bei 1 MB/s Dauerlast.

  2. 02

    Ablage

    Die Rohdaten gehen unverändert in den Objektspeicher und bleiben dort liegen. Diese Zone wird nie überschrieben — sie ist der einzige Ort, von dem aus sich eine falsche Umformungsregel später noch korrigieren lässt.

    Was er kostet

    0,0070 € / GB und Monat

    7,17 € je Terabyte im Monat, 86,04 € im Jahr. Blockspeicher NVMe kostet für dieselbe Menge das 12-Fache.

    Was er dauert

    unbefristet

    Die Ablage endet nicht von selbst, sondern erst, wenn eine Aufräumregel greift. Genau das ist ihr Zweck — der Rest der Kette lässt sich von hier neu aufrollen.

  3. 03

    Aufbereitung

    Prüfen, umformen, spaltenweise schreiben. Was nicht zum hinterlegten Schema passt, geht mit Fehlergrund in eine getrennte Ablage, statt den ganzen Lauf abzubrechen.

    Was er kostet

    ab 229,70 € / Monat

    65,70 € Steuerebene je Umgebung, dazu 82,00 € je Verarbeitungsknoten. Platform S führt 2 Knoten.

    Was er dauert

    Stundentakt

    Die Einstiegsklasse ist auf geplante Läufe im Stundentakt ausgelegt. Wer häufiger oder parallel rechnet, nimmt Knoten hinzu — jeder weitere kostet 82,00 € im Monat.

  4. 04

    Auswertung

    Erst hier entsteht die Kennzahl. ClickHouse, die Spaltendatenbank, rechnet über Spalten. OpenSearch, die Volltextsuche, sucht im Text. Die Dashboards zeigen beides in einer Ansicht.

    Was er kostet

    38,71 € / TB Rohdaten

    Analytics M kostet 189,00 € im Monat und fasst bei 10:1 rund 4,9 TB Rohdaten. Nicht die Plattengröße entscheidet den Preis, sondern die Kompression.

    Was er dauert

    12,5 Tage

    So weit reicht die Volltextsuche der Einstiegsklasse zurück: 300 GB nutzbarer Index bei 20 GB Rohprotokollen am Tag und einem Indexaufschlag von 1,2.

Verschweißte Edelstahlleitungen: drei dünnere Stränge laufen aus drei Richtungen in einen dickeren zusammen, kurz dahinter sitzt ein Absperrventil mit Handrad.
Die teuerste Stelle der Kette ist selten die Auswertung. Erfassung und Aufbereitung kosten in der Einstiegsgröße zusammen 582,73 € im Monat — mehr als das Doppelte der Spaltendatenbank am Ende, die mit 189,00 € beginnt.

Data Platform

Eine Strecke von der Quelle bis zur Abfrage

Aufnahme, Prüfung, Transformation und Ablage laufen als eine verwaltete Strecke. Die Rohdaten bleiben unverändert im Object Storage liegen — dem Objektspeicher, der nach belegtem Platz abgerechnet wird. Jeder spätere Fehler lässt sich von dort neu aufrollen, ohne die Quelle noch einmal zu befragen.

Ablauf einer Strecke

  1. 01AufnahmeDie Rohdaten landen unverändert in einer Ablagezone im Object Storage. Diese Zone wird nie überschrieben; jeder spätere Fehler lässt sich von hier neu aufrollen.
  2. 02PrüfungJeder Datensatz wird gegen das hinterlegte Schema geprüft. Was nicht passt, geht in eine getrennte Ablage mit Fehlergrund, statt den Lauf abzubrechen.
  3. 03TransformationUmformungen werden in SQL beschrieben oder als Python-Aufgabe hinterlegt. Beide laufen auf denselben Verarbeitungsknoten und schreiben in dieselbe Zielzone.
  4. 04AblageDas Ergebnis wird spaltenweise als Parquet geschrieben und über ein Tabellenformat versioniert. Ältere Stände bleiben abfragbar, bis die Aufräumregel greift.
  5. 05BereitstellungClickHouse und OpenSearch lesen aus der Zielzone. Die Verarbeitungsstrecke kennt beide als Ziel und meldet den Ladefortschritt an die Ablaufsteuerung zurück.

Was der Betrag enthält

Steuerebene je Umgebung
65,70 € / Monat
Planer, Ablaufsteuerung und Datenkatalog, über drei Brandabschnitte verteilt. Derselbe Betrag wie eine hochverfügbare Kubernetes-Control-Plane, weil dieselbe Grundlage darunter läuft.
Verarbeitungsknoten
82,00 € / Monat
8 vCPU und 16 GB Arbeitsspeicher je Knoten. Knoten lassen sich einzeln hinzunehmen und wieder abgeben.
Ablage im Object Storage
0,0070 € / GB
Abrechnung nach belegtem Platz, entspricht 7,17 € je Terabyte im Monat. Innerhalb des ENTRONYX-Netzes fällt für den Abruf kein Entgelt an.
Ein Speichergehäuse auf Auszugsschienen, Deckel offen, darunter dicht gesetzte Reihen stehender Festplatten in Einschubrahmen.
Rohdaten bleiben liegen, weil Liegen billig ist: 0,0070 € je GB und Monat im Objektspeicher gegen 0,0860 € auf Blockspeicher NVMe. Ein Terabyte Rohzone kostet damit 7,17 € im Monat — weniger, als eine Stunde Fehlersuche ohne sie kostet.

Aufnahme

Kafka-Themen

Die Strecke liest direkt aus einem verwalteten Kafka-Cluster und merkt sich je Aufgabe den Versatz — die Leseposition im Strom. Bei einem Neustart wird ab dem letzten bestätigten Versatz weitergelesen, nicht von vorn.

Kafka-Protokoll, SASL/SCRAM

Object Storage

Neue Objekte in einem Bucket — einem Behälter des Objektspeichers — lösen einen Lauf aus. Der Auslöser kommt aus der Benachrichtigung des Speichers, nicht aus einem Abfragetakt; dadurch entstehen keine leeren Läufe.

S3 API, Ereignisbenachrichtigung

Änderungsdaten

Aus verwaltetem PostgreSQL und MySQL werden Änderungen über den Transaktionslog abgegriffen. Die Quelldatenbank bekommt davon eine Leseverbindung, keine zusätzliche Abfragelast.

logische Replikation, Binlog

HTTP-Endpunkt

Für Ereignisse aus Anwendungen, die weder Kafka sprechen noch in eine Datenbank schreiben. Der Endpunkt nimmt JSON-Zeilen entgegen und legt sie gepuffert ab.

HTTPS, Token je Strecke

Formate

Gelesen wird, was ankommt. Geschrieben wird spaltenweise — alles andere macht die spätere Abfrage teurer, als die einmalige Umformung kostet.

Parquet
Standardformat der Zielzone, spaltenweise, mit ZSTD komprimiert
ORC
gelesen und geschrieben, für Bestände aus Hadoop-Umgebungen
Avro
gelesen und geschrieben, mit Schema aus der Registry
JSON Lines
gelesen, typisch für Anwendungsereignisse über HTTP
CSV
gelesen, mit angegebenem Trennzeichen und Zeichensatz
Iceberg
Tabellenformat über Parquet: Schema-Entwicklung, Zeitreisen
Delta Lake
Tabellenformat über Parquet, für bestehende Delta-Bestände

Größenklassen

Die Klasse bestimmt nur die Zahl der Verarbeitungsknoten. Steuerebene und Ablage sind in jeder Klasse dieselben; ein Wechsel ändert weder Strecken noch Daten.

Größenklassen der Data Platform mit Knotenzahl und Monatspreis
KlasseKnotenvCPU gesamtPreis / Monat
Platform S216229,70 €
Platform M648557,70 €
Platform L161281.377,70 €

Beträge netto zzgl. 19 % USt. Jede Zeile ist die Summe aus Steuerebene und Knotenzahl: 65,70 € plus Knoten mal 82,00 €. Speicher wird nach Verbrauch abgerechnet und ist nicht enthalten.

Eine lange Reihe flacher Stahlschubladen in einem Archivgestell, alle gleich weit herausgezogen, ihre Vorderkanten bilden eine durchgehende Linie in die Tiefe.

Ein Terabyte Rohdaten liegt bei ENTRONYX CLOUD für 7,17 € im Monat im Objektspeicher. Auf Blockspeicher NVMe kostet dieselbe Menge das 12-Fache — deshalb liegt die Rohzone dort und nicht neben der Datenbank.

Rohzone · 0,0070 € je GB und Monat

Kafka

Ereignisse, die niemand verpasst

Drei Broker — die Rechner, die den Nachrichtenstrom halten. Der Cluster verwaltet sich im KRaft-Modus selbst, ohne den früher nötigen Zusatzdienst ZooKeeper. Schema Registry (die Ablage der Nachrichtenformate) und Connect-Laufzeit (die Anbindung an Quellen und Ziele) laufen im selben Cluster. Verbraucher lesen in ihrem eigenen Takt; ein langsamer Verbraucher bremst weder den Erzeuger noch die anderen.

Brokerklassen und Durchsatz

Kafka-Brokerklassen mit Ausstattung, Durchsatz und Monatspreis
KlasseBrokervCPU / RAM je BrokerSpeicher je BrokerDauerlastMB/sSpitzeMB/sPreis / Monat
Stream S32 / 4 GB480 GB1845353,03 €
Stream M34 / 15 GB1,9 TB741601.329,99 €

Messbedingung: kafka-producer-perf-test, 1 KB je Nachricht, acks=all, Replikationsfaktor 3, Kompression lz4, ein Thema mit 24 Partitionen. Beträge netto zzgl. 19 % USt.

Aufbewahrung ist eine Rechnung, keine Einstellung

Bei Replikationsfaktor 3 — jede Nachricht wird 3-mal gehalten — liegt sie auf jedem Broker. Nutzbar ist damit der Speicher eines einzelnen Brokers. Wie lange er reicht, ergibt sich aus der Dauerlast: Ein Datenstrom von 1 MB/s schreibt 84,4 GB am Tag.

Nutzbarer Speicher und daraus folgende Aufbewahrung je Brokerklasse
KlasseNutzbarbei 1 MB/s84,4 GB/Tagbei 10 MB/s843,8 GB/Tag
Stream S480 GB5,7 Tage13,7 Stunden
Stream M1,9 TB22,8 Tage2,3 Tage

Ohne Auslagerung. Wer länger aufbewahren will, hängt Block Storage NVMe an (0,0860 € je GB im Monat) oder schaltet die Auslagerung in den Object Storage frei (0,0070 € je GB im Monat). Der Unterschied zwischen beiden Sätzen ist der Grund, warum lange Aufbewahrung im Objektspeicher landet.

Schema Registry

Avro, Protobuf und JSON Schema werden je Thema versioniert. Die Registry lehnt eine neue Version ab, wenn sie die eingestellte Verträglichkeitsregel verletzt — voreingestellt ist Rückwärtsverträglichkeit.

Die Registry läuft auf denselben Knoten wie die Broker und ist über dieselbe private Adresse erreichbar. Ein eigener Endpunkt nach außen wird nicht geöffnet.

Confluent-kompatibel, im Preis enthalten

Aufbewahrung und Auslagerung

Ältere Segmente wandern in den Object Storage und bleiben dort abfragbar. Der Broker hält nur den heißen Teil auf NVMe; die Aufbewahrung ist damit nicht mehr an die Plattengröße gebunden.

Für die ausgelagerten Segmente gilt der Objektspeicherpreis, nicht der Blockspeicherpreis. Der Unterschied ist der Grund, warum lange Aufbewahrung überhaupt bezahlbar bleibt.

Tiered Storage in den Object Storage

Connect-Laufzeit

Quell- und Zielkonnektoren laufen als eigene Aufgaben. Fällt eine aus, wird sie auf einem anderen Knoten neu gestartet, ohne die übrigen anzuhalten.

Enthalten sind die Konnektoren für Object Storage, PostgreSQL, MySQL, ClickHouse und OpenSearch. Eigene Konnektoren lassen sich als JAR-Datei (Java-Paket) hinterlegen.

verteilt, mit Neustart je Aufgabe

ClickHouse

Spalten statt Zeilen

Eine Summe über eine Spalte liest genau diese Spalte. Eine zeilenorientierte Datenbank liest jede Zeile vollständig und verwirft den überflüssigen Teil. Bei vierzig Spalten ist das kein Feinschliff, sondern die Größenordnung.

Aggregation über viele Zeilen, wenige Spalten

Eine Summe über eine Spalte liest nur diese eine Spalte. Eine zeilenorientierte Datenbank liest jede Zeile vollständig und verwirft den Rest — bei 40 Spalten ist das der Faktor, nicht die Feinabstimmung.

Zeitfenster über Milliarden Zeilen

Die Daten liegen nach Zeit sortiert in Blöcken. Ein Fenster von einer Stunde berührt die Blöcke dieser Stunde; der Rest der Tabelle wird nicht angefasst.

Verteilungen und Quantile

Näherungsverfahren für Quantile — die Schwelle, unter der ein bestimmter Anteil aller Werte liegt — und für eindeutige Werte sind eingebaut und laufen über den Spaltenblöcken. Eine exakte Zählung über eine Milliarde Zeilen dauert um Faktoren länger als die Näherung.

Wofür ClickHouse nicht gedacht ist

Einzelne Zeilen ändern, Fremdschlüssel prüfen, viele kurze Schreibvorgänge je Sekunde. Dafür bleibt PostgreSQL die richtige Wahl — der Abschnitt zur Abgrenzung führt das aus.

Kompression nach Datenart

Die Kompressionsrate hängt an den Daten, nicht am Dienst. Angegeben ist die im Betrieb beobachtete Spanne; gerechnet wird auf dieser Seite durchgehend mit dem unteren Wert. Entscheidend ist dabei die Kardinalität einer Spalte — die Zahl ihrer verschiedenen Werte. Je kleiner sie ist, desto stärker lässt sich die Spalte packen: Eine Spalte mit zwölf Statuswerten schrumpft deutlich weiter als eine mit freiem Text.

Beobachtete Kompressionsraten nach Datenart und Verfahren
DatenartVerfahrenSpanneBemerkung
Zeitreihen mit KennzahlenDelta + ZSTD12:1 bis 24:1Zeitstempel und Zähler in gleichmäßigen Abständen
Ereignisse einer AnwendungZSTD8:1 bis 14:1wiederkehrende Feldnamen und Kennungen
ProtokolltexteZSTD4:1 bis 6:1freier Text mit geringer Wiederholung
Kennungen mit wenigen WertenLowCardinality + LZ420:1 bis 60:1Statuswerte, Ländercodes, Gerätetypen

Gemessen als Verhältnis von unkomprimierter zu komprimierter Größe auf der Platte, über Tabellen ab einer Milliarde Zeilen.

Größenklassen und Kosten je Terabyte

ClickHouse-Klassen mit Speicher, Preis und abgeleiteten Kosten je Terabyte
KlasseKnotenvCPU / RAMSpeicherRohdatenbei 10:1je TB RohdatenPreis / Monat
Analytics M18 / 32 GB500 GB4,9 TB38,71 €189,00 €
Analytics L316 / 64 GB2,0 TB19,5 TB28,11 €549,00 €

Beträge netto zzgl. 19 % USt. Die Spalte „je TB Rohdaten“ ist der Monatspreis geteilt durch die Rohdatenmenge, die bei 10:1 in den gepflegten Speicher passt. Die Klassen selbst stammen unverändert aus dem Produktkatalog und erscheinen mit demselben Betrag unter Datenbanken.

OpenSearch

Suchen, wo die Antwort im Text steht

Protokolle, Dokumente und Ereignisse werden beim Schreiben zerlegt und indiziert. Eine Suche über hundert Millionen Zeilen beantwortet damit dieselbe Frage in Millisekunden, für die ein Durchlauf über Dateien Minuten braucht.

Größenklassen

OpenSearch-Klassen mit Knoten, Indexspeicher, Aufbewahrung und Monatspreis
KlasseKnotenvCPU / RAM je KnotenIndex je KnotenNutzbar2 KopienAufbewahrungbei 20 GB/TagPreis / Monat
Search S32 / 8 GB200 GB300 GB12,5 Tage169,00 €
Search M34 / 16 GB600 GB900 GB37,5 Tage409,00 €
Search L38 / 32 GB2,0 TB2,9 TB125 Tage1.019,00 €

Beträge netto zzgl. 19 % USt. Jede Klasse läuft mit 3 Knoten, weil die Cluster-Verwaltung eine ungerade Zahl für ihre Mehrheitsentscheidung braucht. Nutzbar ist der halbe Bruttospeicher, weil jedes Dokument ein Replikat hat. Der Indexaufschlag von 1,2 gegenüber den Rohdaten ist in der Spalte „Aufbewahrung“ bereits eingerechnet: 20 GB Rohprotokolle belegen 24 GB Index am Tag.

Woher der Preis kommt

OpenSearch ist im Produktkatalog noch nicht als eigener Tarif gepflegt. Die Beträge oben sind deshalb gerechnet, nicht gesetzt: Instanzpreis plus Blockspeicher für den Index, mal Verwaltungsaufschlag, mal Knotenzahl. Der Aufschlag von 1,17 ist selbst kein freier Wert. Er ist aus dem gepflegten ClickHouse-Tarif zurückgerechnet: dieselbe Ausstattung dort roh, gegen den dort gepflegten Preis.

Indexlebenszyklus

Indizes werden täglich gerollt: Für jeden Tag beginnt ein neuer Index. Nach der eingestellten Frist wandern sie auf langsamere Knoten, danach in den Object Storage, zuletzt werden sie gelöscht. Jeder Schritt ist als Regel hinterlegt, nicht als Aufgabe im Kalender.

Die Aufbewahrungsfrist gilt je Index-Muster. Zugriffsprotokolle mit 14 Tagen und Prüfprotokolle mit 400 Tagen liegen damit im selben Cluster.

heiß, warm, kalt, gelöscht

Volltext und strukturierte Felder

Analysierte Textfelder und exakte Schlüsselwortfelder liegen nebeneinander. Eine Suche nach einer Fehlermeldung lässt sich damit im selben Ausdruck auf einen Mandanten und ein Zeitfenster einschränken.

Deutsche Wortstammbildung und Zusammensetzungszerlegung sind vorkonfiguriert. Eigene Wörterbücher und Synonymlisten lassen sich hinterlegen.

eine Abfrage über beides

Eigene Dashboards

Für Suche und Protokollauswertung bringt der Cluster eine eigene Oberfläche mit — Entdecken, gespeicherte Abfragen, Visualisierungen über Indexmuster.

Für Kennzahlen aus mehreren Quellen ist der Dienst im nächsten Abschnitt gedacht. OpenSearch Dashboards sieht nur die eigenen Indizes.

OpenSearch Dashboards, im Preis enthalten

Managed Dashboards

Eine Oberfläche über alle Quellen

Grafana — die verbreitete offene Oberfläche für Kennzahlen-Ansichten — als verwalteter Dienst, mit den Datenquellen der Plattform bereits eingetragen. Aktualisierungen, Sicherung der Ansichten und Wiederherstellung übernehmen wir; die Ansichten selbst bleiben als JSON exportierbar und damit versionierbar.

Datenquellen

Eingetragen und mit Zugangsdaten versehen, sobald der jeweilige Dienst im selben Konto läuft. Eine Ansicht darf Tafeln aus mehreren Quellen zeigen.

Prometheus-Endpunkt
Metriken aus dem Monitoring, Abfragesprache PromQL
Loki
Protokolle aus dem Monitoring, Abfragesprache LogQL
ClickHouse
Auswertungen über die Spaltendatenbank, in SQL
OpenSearch
Suche und Protokolle über Indexmuster
PostgreSQL und MySQL
Fachdaten aus verwalteten Datenbanken, in SQL
Tempo
verteilte Ablaufverfolgung, nur in der oberen Stufe

Alarme

Regel
Abfrage, Schwellenwert und Haltezeit — erst nach Ablauf der Haltezeit gilt der Zustand als erreicht
Zustände
normal, ausstehend, ausgelöst, keine Daten — jeder Übergang wird protokolliert
Kontaktpunkte
E-Mail, Webhook, Matrix, PagerDuty, Opsgenie, Microsoft Teams
Bereitschaft
Zeitpläne je Team, Eskalation nach Frist an die nächste Stufe
Stummschaltung
geplante Wartungsfenster unterdrücken Meldungen, ohne die Regel abzuschalten
Nachweis
Verlauf je Regel über 90 Tage, mit Auslösezeitpunkt und Quittierung

Freigaben

Vier Wege, eine Ansicht weiterzugeben. Jeder hat eine andere Grenze — die Grenze steht dabei, nicht nur der Weg.

Innerhalb der Organisation

Ordner tragen die Rechte, nicht die einzelne Ansicht. Wer ein Ordnerrecht hat, sieht alle Ansichten darin — das hält die Rechteverwaltung bei dreistelligen Ansichtszahlen noch überschaubar.

Öffentlicher Link mit Ablauf

Eine Ansicht lässt sich ohne Anmeldung freigeben. Der Link trägt ein Ablaufdatum und einen Zufallsanteil, die zugrunde liegende Datenquelle bleibt verborgen. Frei gegebene Ansichten stehen in einer eigenen Übersicht.

Einbettung

Einzelne Tafeln lassen sich in eine eigene Anwendung einbetten. Die Freigabe ist auf angegebene Ursprünge beschränkt; ohne Eintrag in dieser Liste lädt die Tafel nicht.

Bericht als Datei

Ansichten lassen sich zeitgesteuert als PDF erzeugen und per E-Mail versenden. Für Berichte an Stellen, die keinen Zugang zum Dienst haben.

Größenklassen

Dashboard-Stufen mit Knoten, Datenendpunkt und Monatspreis
StufeKnotenvCPU / RAM je KnotenUmfangPreis / Monat
Dashboards Team14 / 8 GBEin Knoten, bis 25 angemeldete Personen, Alarme per E-Mail.61,00 €
Dashboards Betrieb28 / 16 GBZwei Knoten hinter einem Load Balancer, Bereitschaftspläne.183,00 €
Dashboards Konzern34 / 16 GBDrei Knoten, Mandantentrennung, Tracing-Datenquelle.332,00 €

Beträge netto zzgl. 19 % USt. Jede Stufe ist die Summe aus den Knoten und dem Datenendpunkt, den sie liest: 19,00 € für Metriken und Protokolle, 59,00 € für die Stufe mit Ablaufverfolgung. Beide Beträge stammen unverändert aus den Monitoring-Optionen des Produktkatalogs — der Dashboard-Dienst liest aus demselben Endpunkt und rechnet ihn nicht ein zweites Mal ab.

Größenklassen

Alle Klassen nebeneinander

13 Klassen über fünf Dienste. Die letzte Spalte nennt bei jeder Zeile, woher der Betrag stammt — aus dem gepflegten Produktkatalog oder aus einer offengelegten Rechnung auf Katalogwerten.

Größenklassen aller Analysedienste mit Ausstattung, Monatspreis und Herkunft des Betrags
Dienst und KlasseKnotenvCPU / RAM je KnotenSpeicher je KnotenPreis / MonatHerkunft des Betrags
Data Platform · Platform S28 / 16 GBzustandslos229,70 €Steuerebene 65.7 € + 2 × 82 € je Knoten
Data Platform · Platform M68 / 16 GBzustandslos557,70 €Steuerebene 65.7 € + 6 × 82 € je Knoten
Data Platform · Platform L168 / 16 GBzustandslos1.377,70 €Steuerebene 65.7 € + 16 × 82 € je Knoten
Kafka · Stream S32 / 4 GB480 GB353,03 €unverändert aus dem Produktkatalog
Kafka · Stream M34 / 15 GB1,9 TB1.329,99 €unverändert aus dem Produktkatalog
ClickHouse · Analytics M18 / 32 GB500 GB189,00 €unverändert aus dem Produktkatalog
ClickHouse · Analytics L316 / 64 GB2,0 TB549,00 €unverändert aus dem Produktkatalog
OpenSearch · Search S32 / 8 GB200 GB169,00 €ND2 + 120 GB Block NVMe, × 3 Knoten, × Verwaltungsaufschlag
OpenSearch · Search M34 / 16 GB600 GB409,00 €ND3 + 440 GB Block NVMe, × 3 Knoten, × Verwaltungsaufschlag
OpenSearch · Search L38 / 32 GB2,0 TB1.019,00 €ND4 + 1760 GB Block NVMe, × 3 Knoten, × Verwaltungsaufschlag
Dashboards · Dashboards Team14 / 8 GBzustandslos61,00 €1 × 42 € je Knoten + 19 € Datenendpunkt
Dashboards · Dashboards Betrieb28 / 16 GBzustandslos183,00 €2 × 82 € je Knoten + 19 € Datenendpunkt
Dashboards · Dashboards Konzern34 / 16 GBzustandslos332,00 €3 × 91 € je Knoten + 59 € Datenendpunkt

Beträge netto zzgl. 19 % USt., ohne Laufzeitrabatt und ohne Regionsfaktor. Speicher, der nach Verbrauch abgerechnet wird — Object Storage in der Data Platform, ausgelagerte Kafka-Segmente —, ist nicht enthalten. Der Verwaltungsaufschlag von 1,1714 in den gerechneten Zeilen ist aus dem gepflegten Tarif „ClickHouse Analytics M“ zurückgerechnet: der dort gepflegte Preis gegen eine Rohausstattung von 161,35 € aus Instanz und Blockspeicher.

Abgrenzung

Wann Analysen, wann Datenbanken

Beide Kategorien stehen nebeneinander im Menü und teilen sich zwei Dienste. Die Trennlinie verläuft nicht zwischen Produkten, sondern zwischen Fragen: Analysen beantworten Fragen über viele Vorgänge, Datenbanken die Frage nach einem einzelnen.

Gegenüberstellung der Einsatzkriterien von Analysen und verwalteten Datenbanken
Frage an die Daten
AnalysenWie verhält sich eine Kennzahl über Millionen Vorgänge?
Verwaltete DatenbankenWie lautet der Stand dieses einen Vorgangs?
Zugriffsmuster
Analysenwenige Spalten über sehr viele Zeilen
Verwaltete Datenbankeneine Zeile über den Primärschlüssel
Schreibvorgänge
Analysengebündelt, in großen Blöcken, selten geändert
Verwaltete Datenbankeneinzeln, sofort sichtbar, häufig geändert
Konsistenz
AnalysenErgebnis darf Sekunden alt sein
Verwaltete DatenbankenTransaktion, sofort verbindlich
Änderungen
Analysenanhängen, seltener korrigieren
Verwaltete Datenbankenändern und löschen als Normalfall
Wer liest
AnalysenAuswertungen, Berichte, Dashboards
Verwaltete Datenbankendie Anwendung selbst, in jedem Aufruf
Aufbewahrung
AnalysenMonate bis Jahre, komprimiert
Verwaltete Datenbankenso lange der Vorgang lebt
Fällt der Dienst aus
AnalysenAuswertungen fehlen, die Anwendung läuft weiter
Verwaltete Datenbankendie Anwendung steht

Die Zeilen sind Entscheidungskriterien, keine Leistungsmerkmale. Wer bei mehr als der Hälfte in der rechten Spalte landet, ist unter Verwaltete Datenbanken richtig.

ClickHouse und Kafka stehen in beiden Kategorien

Beide erscheinen unter Datenbanken, weil sie dort als Engine mit Tarif geführt werden, und unter Analysen, weil sie dort ihre Rolle in der Verarbeitungsstrecke haben. Es ist ein Dienst mit einem Preis, nicht zwei Angebote.

Wer nur ClickHouse braucht und weder Verarbeitungsstrecke noch Dashboards, bucht ihn unter Datenbanken. Der Umfang ist derselbe.

derselbe Dienst, derselbe Preis

Die Trennung liegt im Zugriffsmuster

Eine kleine Tabelle, die tausendmal je Sekunde über den Primärschlüssel gelesen wird, gehört in PostgreSQL — auch wenn sie nur wenige Megabyte groß ist. Eine Tabelle, die einmal je Stunde vollständig durchgerechnet wird, gehört in ClickHouse, auch wenn sie klein ist.

Die Datenmenge entscheidet nur über die Größenklasse, nicht über die Kategorie.

nicht in der Datenmenge

Wo beide zusammen gebraucht werden

Der Regelfall ist nicht das Entweder-oder, sondern das Nebeneinander. Drei Aufteilungen, die sich im Betrieb bewährt haben.

Fachdaten in PostgreSQL, Auswertung in ClickHouse

Die Anwendung schreibt in PostgreSQL. Die Änderungen werden über den Transaktionslog abgegriffen und in die Spaltendatenbank gespiegelt. Auswertungen belasten die Datenbank der Anwendung damit nicht mehr.

Ereignisse über Kafka, Zustand in PostgreSQL

Kafka trägt den Strom der Ereignisse und entkoppelt Erzeuger von Verbrauchern. Der abgeleitete Zustand liegt weiter in der Fachdatenbank; Kafka ersetzt sie nicht, sondern speist sie.

Valkey als Cache, ClickHouse als Quelle

Wiederkehrende Auswertungen werden in Valkey, einem Schlüssel-Wert-Speicher im Arbeitsspeicher, vorgehalten. Die Antwortzeit sinkt auf Millisekunden, ohne dass die Auswertung selbst dupliziert wird.

Nächster Schritt

Analysedienste im Konfigurator zusammenstellen

ClickHouse, Kafka und die übrigen verwalteten Dienste stehen im Datenbank-Konfigurator mit denselben Beträgen wie in den Tabellen oben. Wer zuerst die Gesamtrechnung sehen will, findet alle Positionen in der Preisübersicht — einschließlich Speicher, Netz und Laufzeitrabatt.

Dienste
5
Größenklassen
13
Einstieg
61,00 €
Ablage je GB
0,0070 €