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Sprache Deutsch, Preise in Euro — Angaben einblenden
Sprache
Deutsch
Währung
Euro (EUR)
Preise
netto, zzgl. 19 % MwSt.

Abrechnung in Euro aus Deutschland. Weitere Sprachen und Währungen sind derzeit nicht verfügbar.

Netzwerk

Ein Netz,
das uns gehört

Eigene Glasfaser zwischen den Standorten, eigene AS-Nummer — die Kennung unseres Netzes im Routing des Internets —, eigene Router. Kein Weiterverkauf fremder Kapazität; dadurch endet die Fehlersuche nicht an einer Providergrenze.

Preisangaben netto zzgl. 19 % USt. Standorte: 5.

Netzkennzahlen
Backbone-Kapazität
18,4 Tbit/s
Peering-Punkte
94
DDoS-Filterkapazität
1,2 Tbit/s
CDN-Standorte
42 PoPs
Autonomes System
AS204812
IPv6
/48 je Konto, ohne Aufpreis
Alle Werte beziehen sich auf den Stand der aktuellen Ausbaustufe, gemessen an den Grenzroutern.
Backbone
18,4 Tbit/s
gegenläufiger Ring, 2 × getrennte Trassen
Peering-Punkte
94
IX und private Interconnects
DDoS-Filter
1,2 Tbit/s
in jedem Tarif enthalten
CDN-PoPs
42
eine Adresse für alle

Übersicht

Elf Bausteine, ein Netz

Die folgenden Abschnitte gehen jeden Dienst einzeln durch. Diese Tabelle sagt vorab, wofür jeder gedacht ist und woran Sie sind — einschließlich des einen Dienstes, den wir noch nicht anbieten.

Netzbausteine mit Einsatzzweck, Zustand und Einstiegsgröße
BausteinWofürZustandEinstieg
Uplink und BackboneGarantierte Anbindung jedes Systems an das eigene Glasfasernetz.verfügbar1 Gbit/s enthalten
ConnectEigener Port zwischen Ihrem Rechenzentrum und unserer Netzkante.verfügbarab 10 Gbit/s
Privates Netzwerk (vRack)Layer-2-Segment über Standortgrenzen hinweg, ohne Weg durch das Internet.verfügbar1 Gbit/s enthalten
VPCGeroutetes, mandantenfähiges Netz mit eigenen Subnetzen, Routingtabellen und Regelwerken.in Vorbereitungnoch nicht buchbar
GatewayAusgehende Adressumsetzung für Systeme ohne eigene öffentliche Adresse.verfügbardrei Größenklassen
Load BalancerVerteilung eingehender Verbindungen auf Layer 4 und Layer 7.verfügbarje Instanz und Monat
DDoS-SchutzVolumetrische Filterung an der Netzkante, dauerhaft aktiv.verfügbarGrundschutz enthalten
CDNAuslieferung über 42 Standorte am Netzrand, alle unter einer Adresse.verfügbarnach Volumen
IPv4 und IPv6Zusätzliche Subnetze, IPv6 ohne Aufpreis, Reverse DNS in Selbstbedienung.verfügbar1 × IPv4 enthalten
Floating IPÖffentliche Adresse, die zwischen Systemen wandert, ohne DNS anzufassen.verfügbargebunden ohne Berechnung
Eigener Adressblock (BYOIP)Ankündigung Ihres eigenen Präfixes über unsere AS-Nummer.verfügbarohne Berechnung

Die Einstiegsspalte nennt die kleinste Ausbaustufe, nicht den Endpreis einer Konfiguration. Die Beträge stehen im jeweiligen Abschnitt, netto zzgl. 19 % USt.

Backbone

Ein Ring, keine einzelne Trasse

Die Standorte hängen an einem gegenläufigen Glasfaserring. Fällt ein Abschnitt aus, übernimmt die Gegenrichtung — die Umschaltung ist eine Sache von Millisekunden, kein Wartungsfenster.

Ein Faserverteiler frontal aus der Nähe: Zwei Kabelbündel laufen von links und von rechts über je einen eigenen Führungsring auf je einen eigenen Kupplungsblock, ohne sich zu berühren.

Zwei Wege aus dem Netz hinaus

Peering heißt: Zwei Netze schalten sich direkt zusammen und übergeben einander ihren Verkehr, ohne einen Dritten dazwischen. Transit heißt: Ein fremder Anbieter nimmt den Verkehr gegen Geld an und trägt ihn weiter, auf Wegen, die er wählt.

Direkte Zusammenschaltung ist der kürzere Weg und der, den wir selbst messen können. Sie setzt aber voraus, dass beide Seiten am selben Knoten stehen und wollen. Transit erreicht dafür jedes Netz — auch das, mit dem niemand peert.

Deshalb beides, und keiner der beiden Wege allein.

Ringtopologie

Jeder Standort ist über zwei physisch getrennte Trassen angebunden, die an unterschiedlichen Gebäudeseiten einspeisen. Die Wege sind auf Karten dokumentiert und werden bei jeder Erweiterung auf Trassenüberschneidung geprüft.

Im Ring arbeitet Segment Routing mit vorberechneten Ersatzpfaden; die Umschaltzeit liegt unter 50 ms.

FRA1 – FRA2 – MUC1 – BER1 – HEL1 – FRA1

Peering

Rund 72 Prozent des Verkehrs verlassen das Netz über direktes Peering, der Rest über vier voneinander unabhängige Transitanbieter. Kein Anbieter darf mehr als 40 Prozent des Transitvolumens tragen.

Private Interconnects sind ab 10 Gbit/s möglich, Anfragen laufen über den Peering-Kontakt im PeeringDB-Eintrag.

94 Zusammenschaltungen · DE-CIX Frankfurt, DE-CIX München, BCIX Berlin, FICIX Helsinki

Uplink je System

Jede Anbindung ist garantiert, nicht überbucht. Ab 10 Gbit/s liegt die Anbindung als Dual-Port mit LACP — zwei Ports, zu einer Verbindung gebündelt — auf zwei getrennten Switches, sodass ein Switch-Neustart keine Unterbrechung erzeugt.

1 Gbit/s inklusive, bis 25 Gbit/s buchbar

Uplink-Optionen und ihre monatlichen Aufpreise
OptionAufpreis / Monat
1 Gbit/s garantiertStandardUnmetered im Rahmen des inkludierten Traffics.inklusive
2 Gbit/s garantiertVerdoppelte Uplink-Kapazität, identische Fair-Use-Regel.100,17 €
3 Gbit/s garantiertGrundanbindung der FORGE-Reihe, im Tarif enthalten.150,25 €
4 Gbit/s garantiertFür Auslieferung großer Dateien aus einem einzelnen Standort.200,83 €
5 Gbit/s garantiertZwischenstufe für Streaming- und Spiegelserver.250,41 €
10 Gbit/s garantiertFür Storage-Replikation und Medienauslieferung.500,83 €
25 Gbit/s garantiertDual-Port-Anbindung mit LACP an redundante Switches.1.250,41 €

Standorte im Backbone

Die Latenz — die Zeit, die ein Paket für Hin- und Rückweg braucht — ist der Median einer Woche, gemessen vom DE-CIX Frankfurt aus gegen einen Referenzhost am jeweiligen Standort. Die Kapazitätsangabe beschreibt die Belegung der installierten Stellfläche, nicht die Netzlast. Der Preisfaktor wirkt auf den Nettogrundpreis jedes Produkts, bevor Laufzeitrabatt und Umsatzsteuer greifen.

Alle Standorte mit Bezeichnung, Latenz, Belegung, Preisfaktor und PUE
StadtBezeichnungLatenzBelegungPreisfaktorPUE
Frankfurt am Mainfra1Standort Rhein-Main I3 ms71 %1,00 ×1,14
Frankfurt am Mainfra2Standort Rhein-Main II3 ms44 %1,00 ×1,09
Berlinber1Standort Spree6 ms58 %1,00 ×1,16
Münchenmuc1Standort Isar5 ms82 %1,00 ×1,11
Helsinkihel1Standort Uusimaa21 ms36 %0,94 ×1,08

PUE — das Verhältnis der gesamten Leistungsaufnahme eines Rechenzentrums zu der seiner IT-Systeme — ist der Jahresmittelwert des jeweiligen Standorts. Der Preisfaktor 1,00 bezeichnet den Referenzstandort Frankfurt am Main; alle Listenpreise gelten dort, netto zzgl. 19 % USt.

Connect

Eine Leitung statt eines Tunnels

Connect legt Ihr Rechenzentrum als eigenen Port an unsere Netzkante. Der Verkehr sieht danach zwei Netze — Ihres und unseres — und nicht die zwölf dazwischen, über die ein Tunnel durch das offene Internet läuft.

Bandbreitenklassen

Der Portpreis entspricht dem Aufpreis der gleich schnellen garantierten Anbindung; ein doppelt ausgeführter Übergang belegt die Kantenkapazität zweimal und kostet entsprechend das Doppelte. Nicht enthalten ist die Kreuzverbindung im Meet-Me-Room — dem Übergaberaum des Rechenzentrums, in dem Netzbetreiber ihre Leitungen zusammenschalten. Die berechnet der Betreiber des Gebäudes, nicht wir.

Connect-Bandbreitenklassen mit Optik, Ausführung und Portpreis
KlasseOptikAusführungPort / Monat
10 Gbit/s10GBASE-LR, Singlemode LC, 1310 nmEinzelport. Wartung am Randrouter unterbricht die Strecke.500,83 €
2 × 10 Gbit/s2 × 10GBASE-LR, LACPZwei Randrouter in getrennten Brandabschnitten, aktiv/aktiv.1.001,66 €
25 Gbit/s25GBASE-LR, Singlemode LC, 1310 nmEinzelport. Für Replikationsstrecken mit Wartungsfenster.1.250,41 €
2 × 25 Gbit/s2 × 25GBASE-LR, LACPHöchste Ausbaustufe, 50 Gbit/s Summenkapazität.2.500,82 €

Alle Beträge netto, zzgl. 19 % USt. Mindestlaufzeit 12 Monate, danach monatlich kündbar. Unter 10 Gbit/s bieten wir Connect nicht an — dort trägt ein IPsec-Tunnel dieselbe Last zu einem Bruchteil der Kosten.

Glasfaser-Rangierfeld: dicht gebündelte Fasern in geordneten Bögen, bernsteinfarbenes Licht an den LC-Kupplungen.
Ab dem Meet-Me-Room laufen zwei getrennte Trassen zu zwei Randroutern — ob der Ausfall eines Routers Ihre Strecke trifft, entscheidet dagegen die Portzahl: Ein Einzelport hängt an genau einem.

Übergabepunkte

Die Kreuzverbindung endet im Meet-Me-Room des jeweiligen Standorts. Von dort läuft die Strecke über zwei getrennte Trassen zu zwei Randroutern in unterschiedlichen Brandabschnitten.

Frankfurt am Main — Standort Rhein-Main I
3 ms
Frankfurt am Main — Standort Rhein-Main II
3 ms
Helsinki — Standort Uusimaa
21 ms

Alle übrigen Standorte erreichen Sie über denselben Port: Der Verkehr läuft ab dem Übergabepunkt im eigenen Backbone weiter, nicht über Transit.

3 Standorte mit trägerneutralem Meet-Me-Room

Connect oder VPN

Connect und IPsec über das offene Internet im Vergleich
EigenschaftConnectIPsec über das Internet
WegEigener Port am RandrouterÜber beliebig viele fremde Netze
PaketlaufzeitZugesagt und gemessenAbhängig vom Weg des Tages
SchwankungUnter 0,2 msEinzelne Millisekunden bis Sekunden
DurchsatzPortgeschwindigkeit, garantiertRest der Internetanbindung
VerschlüsselungOptional, MACsec auf der StreckeZwingend, IPsec im Tunnel
Einrichtung10 bis 20 WerktageDerselbe Tag
Sinnvoll ab10 Gbit/s dauerhafter LastJeder Last darunter

Ein VPN ist keine schlechtere Variante von Connect, sondern die richtige Antwort auf eine andere Frage. Erst wenn Laufzeit und Durchsatz vertraglich zugesagt sein müssen, rechnet sich ein eigener Port.

Laufzeitgarantie

Zugesagt sind 2 ms Paketlaufzeit im Monatsmittel zum Randrouter des Übergabestandorts und ein Paketverlust unter 0,01 Prozent. Für andere Standorte gilt zusätzlich die Backbone-Laufzeit, die in der Standorttabelle steht.

Die Messung läuft im Sekundentakt gegen einen Referenzpunkt hinter dem Port. Die Werte liegen im Kundenkonto und sind dieselben, aus denen sich eine Gutschrift nach dem Service Level Agreement ergibt.

Gemessen zwischen Übergabeport und Randrouter der Zielregion

Bestellweg

Nach der Bestellung nennen wir Ihnen die Portkennung und den Ansprechpartner im Meet-Me-Room. Die Kreuzverbindung bestellen Sie beim Gebäudebetreiber, wir schalten den Port frei und prüfen die Strecke gemeinsam mit Ihnen auf Optikpegel, MTU und LACP-Zustand, bevor Produktionsverkehr darüberläuft.

10 bis 20 Werktage bis zum Lichtsignal

vRack

Ein Layer-2-Netz über Standortgrenzen hinweg

Server, Cloud-Instanzen und verwaltete Datenbanken landen im selben Broadcast-Segment — auch wenn sie in Frankfurt am Main, Berlin und Helsinki stehen. Der Verkehr verlässt dabei nie das Netz von ENTRONYX CLOUD.

vRack-Optionen und ihre monatlichen Preise
OptionPreis / Monat
Kein privates Netzinklusive
vRack 1 Gbit/sStandardIsoliertes Layer-2-Netz über alle Standorte hinweg.inklusive
vRack 10 Gbit/sFür Storage-Replikation und Datenbank-Cluster.39,00 €
vRack 25 Gbit/sDedizierte Fabric für HPC- und Hypervisor-Cluster.119,00 €
vRack 50 Gbit/sFür verteilte Speicherpools, deren Schreibpfad über das private Netz läuft.219,83 €
vRack 100 Gbit/sHöchste Ausbaustufe für Verbünde mit synchroner Replikation zwischen Brandabschnitten.421,49 €

Alle Beträge netto, zzgl. 19 % USt.

Grenzwerte des Segments

Standard-MTU
1500 Byte
Jumbo Frames
bis 9000 Byte
VLAN-Kennungen
1 bis 4000, frei wählbar
VLANs je Konto
64
Systeme je vRack
5.000
Verkehr im vRack
ohne Berechnung
Adressierung
eigene, RFC-1918 oder öffentlich
Verschlüsselung
MACsec auf den Standortstrecken

Warum Layer 2 und nicht Layer 3

Cluster-Software erwartet häufig ein gemeinsames Segment: Keepalived mit VRRP, Proxmox-Corosync, Datenbank-Failover mit wandernder virtueller IP. Auf einem gerouteten Netz funktioniert das nur mit Umwegen.

Technisch läuft das vRack als VXLAN-Overlay mit EVPN: VXLAN packt Ihre Layer-2-Rahmen in Pakete, die durch unser geroutetes Netz laufen; EVPN verteilt dabei, welche Adresse an welchem Standort steht. Für Sie sichtbar ist ein zweiter Netzwerkadapter im System, unkonfiguriert und ohne DHCP.

VXLAN mit EVPN-Kontrollebene

Jumbo Frames richtig einsetzen

Bei Speicherreplikation und Backups bringt die größere MTU — die größte Paketlänge, die ein Segment befördert — messbar Durchsatz, weil weniger Pakete und damit weniger Interrupts anfallen. Voraussetzung: Jedes System im Segment muss dieselbe MTU führen.

Ein einzelner Host mit 1500 Byte erzeugt sonst Fragmentierung und in der Folge schwer zu findende Timeouts. Die MTU wird deshalb je VLAN gesetzt, nicht je System.

9000 Byte MTU senkt den Overhead um etwa 4 Prozent

Gateway

Ein Ausgang für Systeme ohne öffentliche Adresse

Instanzen in einem privaten Segment sollen Pakete abholen, Zertifikate erneuern und Telemetrie senden können — ohne selbst aus dem Internet erreichbar zu sein. Genau das macht das Gateway: Es setzt ausgehende Verbindungen auf eine gemeinsame öffentliche Adresse um und lässt nichts von außen herein.

Größenklassen

Die Klasse bestimmt Durchsatz und die Zahl gleichzeitig gehaltener Umsetzungen. Eine Umsetzung entspricht einer Verbindung: Ein Buildserver, der Pakete zieht, hält wenige Dutzend, ein Crawler mit tausend Zielen entsprechend mehr. Der Wechsel zwischen den Klassen läuft ohne Unterbrechung, weil der Zustand auf das neue Paar übertragen wird.

Gateway-Größenklassen mit Durchsatz, Kapazität und Monatspreis
KlasseDurchsatzGleichzeitige UmsetzungenNeue je SekundePreis / Monat
Gateway S1 Gbit/s500.00040.00012,00 €
Gateway M2 Gbit/s1.000.00080.000112,17 €
Gateway L10 Gbit/s2.000.000200.000512,83 €

Alle Beträge netto, zzgl. 19 % USt. Der Betrag setzt sich aus der Grundgebühr einer verwalteten Netzinstanz und dem Aufpreis der jeweiligen Durchsatzklasse zusammen — denselben, den ein Uplink derselben Geschwindigkeit kostet. Ausgehender Verkehr über das Gateway wird nicht gesondert berechnet.

Grenzwerte und Verhalten

Richtung
ausschließlich ausgehend
Adressen je Gateway
1 bis 8, aus einem Pool
Portbereich je Instanz
1.024 Ports, erweiterbar
Zeitüberschreitung TCP
300 s, einstellbar 60 bis 1.800 s
Zeitüberschreitung UDP
60 s
Angebundene Segmente
bis 16 VLANs je Gateway
Protokollierung
Verbindungsprotokoll, 7 Tage im Konto
Verkehr über das Gateway
ohne gesonderte Berechnung

Was das Gateway nicht tut

Es gibt keine Portweiterleitung und keine eingehende Regel. Eine Verbindung von außen findet keinen Rückweg, weil im Umsetzungsspeicher kein Eintrag dafür steht. Wer eingehend erreichbar sein muss, nimmt einen Load Balancer oder eine öffentliche Adresse am System.

Damit ist die Richtung eine Eigenschaft der Bauart und nicht eine Regel, die jemand versehentlich umdreht.

Keine Weiterleitung von außen nach innen

Hochverfügbarkeit

Jedes Gateway läuft als Paar. Der Umsetzungsspeicher wird laufend abgeglichen, sodass bestehende Verbindungen eine Umschaltung überstehen — sie hängen kurz, statt abzureißen. Die öffentliche Adresse wandert dabei nicht, sie liegt auf dem Paar.

Wartungsarbeiten laufen über dieselbe Umschaltung: erst das passive System, dann der Tausch, dann das zweite. Ein Wartungsfenster braucht es dafür nicht.

Aktiv/passiv über zwei Brandabschnitte · Umschaltung unter 3 s

Sichtbarkeit nach außen

Weil alle Systeme hinter demselben Gateway dieselbe Quelladresse zeigen, lässt sich diese eine Adresse bei Partnern und in Zugriffslisten hinterlegen. Die Adresse ist fest zugeteilt und ändert sich weder bei einer Umschaltung noch beim Wechsel der Größenklasse.

Eine Quelladresse für Allowlists

Load Balancer

Layer 4 und Layer 7 auf derselben Instanz

Ein Load Balancer kann gleichzeitig TCP-Ports durchreichen und HTTP-Anfragen nach Pfad verteilen. Beides läuft auf redundanter Hardware in mindestens zwei Brandabschnitten.

Layer 4 — Transport

Verteilt TCP- und UDP-Verbindungen ohne Einblick in den Inhalt. Die Verbindung bleibt Ende zu Ende verschlüsselt, der Load Balancer sieht nur Adressen und Ports.

Protokolle
TCP, UDP, TLS-Passthrough
Gleichzeitige Verbindungen
4.000.000
Neue Verbindungen je Sekunde
480.000
Durchsatz je Instanz
25 Gbit/s
Client-IP-Weitergabe
PROXY-Protokoll v1 und v2
Sitzungsbindung
Quell-IP, konsistentes Hashing

Layer 7 — Anwendung

Terminiert TLS, liest Host und Pfad und verteilt danach. Header lassen sich setzen, entfernen und umschreiben; Weiterleitungen und Ratenbegrenzung sind Teil der Regel.

Protokolle
HTTP/1.1, HTTP/2, HTTP/3 (QUIC)
Anfragen je Sekunde
250.000
Routing
Host, Pfad, Header, Cookie, Methode
Regeln je Instanz
200
Ratenbegrenzung
je Regel, je Quell-IP oder Header
Sitzungsbindung
Cookie, wahlweise signiert

Verteilungsverfahren

Round Robin
Reihum, gleichgewichtet. Sinnvoll bei gleich dimensionierten Backends und kurzen Anfragen.
Gewichtetes Round Robin
Jedes Backend erhält ein Gewicht von 1 bis 256. Für gemischte Instanzgrößen und für schrittweise Rollouts.
Least Connections
An das Backend mit den wenigsten offenen Verbindungen. Standard bei langlebigen Verbindungen wie WebSockets.
Least Response Time
Gleitender Mittelwert der Antwortzeit über 30 Sekunden. Gleicht ungleiche Backend-Auslastung selbsttätig aus.
Quell-IP-Hash
Konsistentes Hashing über die Quelladresse. Beim Hinzufügen eines Backends wird nur ein Bruchteil der Zuordnungen neu verteilt.

Health Checks

Geprüft wird per TCP-Verbindungsaufbau oder per HTTP-Anfrage gegen einen frei wählbaren Pfad mit erwartetem Statusbereich und eigenem Host-Header. Ein Backend gilt nach zwei erfolgreichen Prüfungen als gesund und nach drei fehlgeschlagenen als ausgefallen.

Beim Herausnehmen laufen bestehende Verbindungen aus — standardmäßig 30 Sekunden, einstellbar bis zu einer Stunde. Neue Anfragen erhält das Backend ab der ersten fehlgeschlagenen Prüfung nicht mehr.

Intervall 2 bis 60 s · Standard 5 s

TLS-Terminierung

Zertifikate lassen sich hochladen oder automatisch über ACME — das Protokoll, mit dem etwa Let's Encrypt Zertifikate ausstellt — beziehen und erneuern. Pro Hostname werden RSA-2048 und ECDSA P-256 parallel ausgeliefert, die Auswahl trifft der Client über die Cipher-Liste.

OCSP-Stapling ist aktiv — der Server liefert den Gültigkeitsnachweis seines Zertifikats gleich mit —, Session-Tickets werden alle sechs Stunden rotiert. Auf Layer 7 ist zusätzlich die Prüfung von Client-Zertifikaten (mTLS) gegen eine eigene CA möglich.

TLS 1.2 und 1.3 · bis 100 Zertifikate je Instanz

Preismodell

Eine Load-Balancer-Instanz kostet 12,00 € im Monat. Darin enthalten sind die erste Weiterleitungsregel, unbegrenzter Verkehr und die TLS-Terminierung. Jede weitere Regel wird stundengenau mit 0,0060 € je Stunde abgerechnet — das entspricht 4,38 € im Durchschnittsmonat mit 730 Stunden. Regeln, die Sie tagsüber anlegen und abends wieder entfernen, kosten nur die tatsächlichen Stunden.

Monatliche Kosten einer Load-Balancer-Instanz nach Anzahl zusätzlicher Regeln
KonfigurationGrundgebührZusätzliche RegelnSumme / Monat
Eine Regel (enthalten)12,00 €keine12,00 €
6 Regeln12,00 €21,90 €33,90 €
11 Regeln12,00 €43,80 €55,80 €
26 Regeln12,00 €109,50 €121,50 €
51 Regeln12,00 €219,00 €231,00 €

Alle Beträge netto, zzgl. 19 % USt. Die Spalte „Zusätzliche Regeln“ rechnet den Stundensatz auf einen vollen Durchschnittsmonat hoch; abgerechnet wird stundengenau.

Frontal aufgenommene Schottwand aus Sichtbeton mit verschraubtem Stahlrahmen; drei Kabeldurchführungen sind bündig verschlossen und glatt verschliffen.

Filterkapazität 1,2 Tbit/s — so viel Verkehr, wie 48 Systeme mit der größten buchbaren Anbindung (25 Gbit/s) zusammen erzeugen könnten. Bei ENTRONYX CLOUD läuft die Filterung dauerhaft mit; eingeschaltet wird sie nicht.

Filterkapazität 1,2 Tbit/s

DDoS-Schutz

1,2 Tbit/s Filterkapazität, immer aktiv

Der Grundschutz ist in jedem Produkt enthalten und muss nicht eingeschaltet werden. Er läuft dauerhaft mit, nicht erst nach einem Anruf beim Support.

Ablauf einer Mitigation — der Abwehr eines Angriffs

  1. t + 0 sErkennung im SamplingJeder Grenzrouter exportiert sFlow — eine Stichprobe des Verkehrs — im Verhältnis 1:2048, also jedes 2.048. Paket. Die Auswertung läuft im Sekundentakt gegen Basiswerte je Präfix, die aus den letzten 14 Tagen gebildet werden.
  2. t + 3 sSignaturabgleichBei Überschreiten der Schwelle wird das Verkehrsmuster gegen über 400 bekannte Angriffssignaturen geprüft — von UDP-Amplification über SYN-Fluten bis zu HTTP-Anfragefluten.
  3. t + 9 sUmleitung in die Scrubbing-ZentrenDie betroffene Zieladresse wird per BGP als /32, also einzeln, in die Scrubbing-Zentren angekündigt — die Filterzentren in Frankfurt am Main, Berlin und Helsinki. Ab hier läuft der gesamte Verkehr dieser Adresse durch die Filter.
  4. t + 18 sFilter aktivGefiltert wird zustandsbehaftet: Ratenbegrenzung je Quelle, Prüfung des TCP-Handshakes, Verwerfen von Paketen mit unplausiblen Kombinationen. Legitimer Verkehr fließt über einen GRE-Tunnel zurück zum Standort.
  5. t + 3 minFeinabstimmungBei gebuchtem erweiterten Schutz greifen zusätzlich Layer-7-Regeln: Verhaltensanalyse je Sitzung, JavaScript-Prüfung und individuelle Regeln, die Sie vorab hinterlegt haben.
  6. Ende + 15 minRückbau und BerichtFällt der Verkehr 15 Minuten unter die Schwelle, wird die Umleitung zurückgenommen. Im Kundenkonto liegt danach ein Bericht mit Zeitverlauf, Spitzenwerten, Vektoren und den Top-Quellnetzen.

Was der Grundschutz abdeckt

Verstärkungsangriffe (Amplification) über DNS, NTP, memcached und SSDP, SYN- und ACK-Fluten, fragmentierte Pakete, Angriffe mit gefälschter Quelladresse. Diese Klasse macht den weit überwiegenden Teil der Vorfälle aus.

Volumetrisch, Layer 3 und 4

Wofür der erweiterte Schutz nötig ist

Anfragefluten gegen teure Endpunkte, Slowloris — Angriffe, die Verbindungen absichtlich offen halten —, verteilte Anmeldeversuche und Angriffe, die sich wie echte Nutzer verhalten. Diese Muster lassen sich volumetrisch nicht sauber trennen.

Layer 7 · ab 49,00 € im Monat, netto

Stufen des DDoS-Schutzes
OptionPreis / Monat
DDoS-Schutz BasisStandardVolumetrische Filterung bis 1,2 Tbit/s. In jedem Tarif enthalten.inklusive
DDoS-Schutz ErweitertLayer-7-Analyse, Verhaltensmuster und individuelle Mitigationsregeln.49,00 €
DDoS-Schutz GamingProtokollspezifische Filter für UDP-Spieleprotokolle mit unter 1 ms Zusatzlatenz.89,00 €

Alle Beträge netto, zzgl. 19 % USt.

Filterkapazität
1,2 Tbit/s
über drei Scrubbing-Zentren
Erkennungszeit
3 s
Median über die letzten 12 Monate
Zusatzlatenz
unter 1 ms
im Gaming-Profil gemessen
Angriffe 2025
18.412
automatisch abgewehrt, ohne Ticket

CDN

42 PoPs auf einer Anycast-Adresse

Ein PoP ist ein Auslieferungsstandort am Netzrand; Anycast heißt, dass alle unter derselben IP-Adresse erreichbar sind und jedes Gerät beim nächstgelegenen landet. Ein Ursprung, eine Adresse, überall dieselbe — das Routing dorthin übernimmt das Netz und nicht ein DNS-Trick, der auf ablaufende Zwischenspeicher wartet.

Cache-Regeln

Regeln greifen auf Pfadmuster, Dateiendung, Anfragemethode, Header und Query-Parameter. Je Regel lassen sich Cache-Dauer, Umgang mit Query-Strings, Vary-Header und die Weitergabe von Cookies festlegen.

Ohne Regel gilt die Cache-Control des Ursprungs. Fehlt auch die, wird nicht zwischengespeichert — das CDN erfindet keine Haltbarkeit.

Bis 100 Regeln je Zone, Auswertung von oben nach unten

Invalidierung

Ungültig machen lässt sich einzeln per URL, nach Präfix oder über Cache-Tags, die der Ursprung im Antwort-Header mitgibt. Ein Tag-Purge trifft alle Objekte mit diesem Tag, unabhängig vom Pfad.

Für Bereitstellungen ist die Variante mit Tags vorzuziehen: ein Aufruf statt tausend URLs, und der Zähler bleibt niedrig.

An allen PoPs unter 30 s · 5.000 Aufrufe je Tag

Ursprungsschutz

Alle PoPs holen fehlende Objekte über eine vorgelagerte Zwischenschicht. Das reduziert die Anfragen am Ursprung bei einem kalten Cache um typischerweise 90 Prozent.

Stale-While-Revalidate — abgelaufene Objekte werden ausgeliefert, während das CDN sie im Hintergrund erneuert — liefert bei Ursprungsausfall bis zu 24 Stunden lang die letzte gültige Antwort weiter.

Origin Shield an einem Standort Ihrer Wahl

Preise je ausgeliefertem Terabyte

Abgerechnet wird das Volumen, das die PoPs an Endgeräte ausliefern. Der Abruf vom Ursprung ist enthalten, ebenso TLS, HTTP/3 und die Invalidierung. Die Staffel gilt gleitend: Sie zahlen für jedes Terabyte den Preis der jeweils erreichten Stufe.

CDN-Preisstaffel je ausgeliefertem Terabyte
VolumenstufePreis je TBBeispiel 50 TBHinweis
Erste 10 TB9,90 €495,00 €Einstiegsstaffel, keine Mindestabnahme
10 bis 100 TB7,40 €370,00 €Automatisch ab Überschreiten der ersten Staffel
100 bis 500 TB5,20 €260,00 €Typische Staffel für Mediatheken
Ab 500 TB3,90 €195,00 €Darüber auf Anfrage mit Jahreszusage

Alle Beträge netto, zzgl. 19 % USt. Die Vergleichsspalte rechnet alle 50 TB zum jeweiligen Stufenpreis durch, damit die Stufen vergleichbar bleiben. Tatsächlich abgerechnet wird gestaffelt: die ersten 10 TB zur ersten Stufe, der Rest zur zweiten.

Technische Eckwerte

PoPs
42 Auslieferungsknoten am Netzrand
Adressierung
Anycast über IPv4 und IPv6
Protokolle
HTTP/1.1, HTTP/2, HTTP/3
Kompression
Brotli und gzip, am PoP erzeugt
Bildumwandlung
AVIF und WebP nach Accept-Header
Objektgröße im Cache
bis 20 GB
Zertifikate
ACME, automatisch erneuert
Protokolle im Konto
Rohdaten 30 Tage, aggregiert 13 Monate
Verfügbarkeit im vRack
als privater Ursprung nutzbar

Adressen

IPv4 knapp, IPv6 im Überfluss

Jedes System bringt eine IPv4-Adresse und ein /64-IPv6-Präfix mit. Zusätzliche IPv4-Subnetze sind möglich, unterliegen aber den Vergaberegeln der RIPE NCC, der Adressverwaltung für Europa. Darunter folgen die beiden Sonderfälle: die Adresse, die zwischen Systemen wandert, und der Block, der Ihnen selbst gehört.

IPv4-Subnetze und ihre monatlichen Preise
OptionPreis / Monat
1 × IPv4 + /64 IPv6StandardStandardkonfiguration, im Preis enthalten.inklusive
/30 Subnetz (4 × IPv4)2 nutzbare Adressen zusätzlich.6,00 €
/29 Subnetz (8 × IPv4)6 nutzbare Adressen zusätzlich.14,00 €
/28 Subnetz (16 × IPv4)14 nutzbare Adressen zusätzlich.27,00 €
/27 Subnetz (32 × IPv4)Verwendungsnachweis erforderlich30 nutzbare Adressen. Begründung nach RIPE-Richtlinie nötig.52,00 €

Alle Beträge netto, zzgl. 19 % USt. · keine Einrichtungsgebühr

RIPE-Vergaberichtlinie

IPv4-Adressen sind seit 2019 erschöpft; die RIPE NCC vergibt nur noch aus dem Rücklauf. Deshalb verlangen wir ab einem /27 einen Verwendungsnachweis — welche Dienste welche Adresse benötigen und warum eine gemeinsame Adresse nicht ausreicht.

Die Prüfung dauert in der Regel einen Werktag. Ungenutzte Zuteilungen werden nach 60 Tagen zurückgefordert; das ist keine Schikane, sondern Bedingung unserer eigenen Zuteilung.

Nachweispflicht ab einem /27

IPv6 und Reverse DNS

Ein /64 reicht für ein Segment, ein /48 für ein ganzes Netz mit 65.536 Segmenten. Beides kostet nichts. Reverse-DNS-Einträge — den Namen, den eine Adresse bei der Rückwärtsabfrage zurückgibt — setzen Sie im Kundenkonto selbst, sowohl für IPv4 als auch für IPv6.

Eigene Adressbereiche kündigen wir über unsere AS-Nummer an — Nachweis, Ablauf und Fristen stehen weiter unten unter eigener Adressblock.

/64 inklusive, /48 auf Anfrage

Verwaltete IPv4
412.672
aus eigenen Zuteilungen
RPKI-signiert
100 %
alle Präfixe mit gültigem ROA
Standorte live
5
mit eigener Adressvergabe
Reverse DNS
Selbstbedienung
Änderung binnen 60 Sekunden aktiv

Floating IP — eine Adresse, die umzieht

Eine Floating IP gehört dem Konto, nicht dem System. Sie lässt sich innerhalb eines Standorts von einer Instanz auf eine andere umschalten — beim Ausfallwechsel, beim Versionswechsel oder wenn ein Server ersetzt wird. Der Umweg über DNS entfällt damit, und mit ihm die Wartezeit, die jeder Zwischenspeicher zwischen Ihnen und dem Aufrufer aus einer TTL — der Gültigkeitsdauer eines DNS-Eintrags — herausholt.

Ablauf einer Umschaltung

  1. t + 0 sUmschaltung angefordertEin Aufruf im Kundenkonto oder über die API benennt das Zielsystem. Eine Bestätigung, ein Wartungsfenster oder ein Ticket sind nicht nötig.
  2. t + 1 sRoute im Backbone geändertDie Adresse wird als /32, also einzeln, auf den Randrouter des Zielsystems umgeschrieben und auf dem bisherigen zurückgezogen. Beides geschieht in derselben Transaktion, sodass die Adresse nie an zwei Stellen liegt.
  3. t + 4 sIm Netz wirksamMedian der Umschaltungen der letzten zwölf Monate. Bestehende Verbindungen zum alten System brechen ab — die Umschaltung ersetzt keinen Verbindungsabgleich, sie verlegt nur die Adresse.
  4. t + 10 sZugesagte ObergrenzeSpätestens hier ist die Adresse am neuen System erreichbar. Ein DNS-Eintrag wird dabei nicht angefasst, also wartet auch niemand auf das Ablaufen einer TTL.

Berechnung nach Zustand

Solange die Adresse an einem laufenden System hängt, ist sie dessen enthaltene IPv4-Adresse und kostet nichts zusätzlich. Berechnet wird nur die Reservierung ohne Nutzung — der Fall, in dem eine knappe Adresse belegt ist, ohne zu arbeiten.

Berechnung einer Floating IP nach Zustand
ZustandWas giltBerechnung
An ein System gebundenZählt als die enthaltene IPv4-Adresse dieses Systems.ohne Berechnung
Reserviert, nicht gebundenDie Adresse bleibt Ihnen zugeteilt und ist für niemanden sonst verfügbar.0,0024 € / h1,73 € im Monat
60 Tage ohne BindungDie Zuteilung wird nach Ankündigung eingezogen — dieselbe Regel wie bei ungenutzten Subnetzen weiter oben.entfällt

Alle Beträge netto, zzgl. 19 % USt. Der Stundensatz leitet sich aus der IPv4-Staffel ab: 52,00 € für ein /27 mit 30 nutzbaren Adressen ergibt 1,73 € je Adresse und Monat, geteilt durch 730 Stunden. Gerechnet wird ungerundet, gerundet wird erst bei der Ausgabe.

Grenzwerte

Adressfamilien
IPv4 und IPv6
Floating IPs je Konto
32, mehr auf Anfrage
Umschaltbereich
innerhalb eines Standorts
Umschaltungen je Stunde
60 je Adresse
Reverse DNS
wandert mit der Adresse
DDoS-Schutz
gilt für die Adresse, nicht für das System
Zielsysteme
Cloud-Instanz, VPS, dedizierter Server
Steuerung
Kundenkonto, API, Terraform-Anbieter

Eigener Adressblock — BYOIP

Wer bereits einen eigenen Adressblock hält, bringt ihn mit. Wir kündigen ihn über AS204812 an; die Adressen bleiben Ihre, die Zuteilung bleibt bei Ihrem Registry. Für Zugriffslisten bei Partnern, für Reputation im E-Mail-Versand und für jeden Vertrag, in dem eine Adresse steht, ändert sich damit beim Umzug nichts.

Vom Nachweis bis zur Ankündigung

  1. Schritt 1Nachweis der VerfügungsgewaltEine LOA — Letter of Authorization — auf Briefpapier der eingetragenen Organisation, unterzeichnet von einer zeichnungsberechtigten Person. Sie benennt das Präfix, den Zeitraum und uns als ankündigendes Netz.
  2. Schritt 2ROA in der RPKIDie RPKI ist das Register, in dem steht, welches Netz ein Präfix ankündigen darf. Sie hinterlegen dort im Portal Ihres Regional Internet Registry ein ROA-Objekt, das AS204812 als zulässiges Ursprungs-AS für das Präfix führt. Ohne gültiges ROA verwerfen große Netze die Ankündigung — dann ist der Block angekündigt, aber nicht erreichbar.
  3. Schritt 3Route-Objekt in der RegistrierungsdatenbankZusätzlich ein route- beziehungsweise route6-Objekt in der RIPE-Datenbank. Mehrere große Netze bauen ihre Präfixfilter weiterhin daraus und nicht aus der RPKI allein.
  4. Schritt 4Prüfung bei unsWir gleichen LOA, ROA, Route-Objekt und die eingetragene Organisation gegeneinander ab. Das dauert in der Regel zwei Werktage. Stimmt etwas nicht überein, sagen wir, was fehlt — wir kündigen nichts an, was wir nicht belegen können.
  5. Schritt 5AnkündigungNach der Freigabe geht das Präfix binnen eines Werktags in die Ankündigung. Global sichtbar ist es meist nach weniger als vier Stunden; einzelne Netze aktualisieren ihre Filter im Tagesrhythmus, deshalb rechnen wir mit bis zu 24 Stunden.

Was wir ankündigen

IPv4, kleinster Block
/24 — kleiner wird global gefiltert
IPv4, größter Block
/16
IPv6, kleinster Block
/48
IPv6, größter Block
/32
Herkunft
eigene Zuteilung oder Übertragung von einem LIR (Local Internet Registry)
Ankündigende AS-Nummer
AS204812 oder Ihre eigene
Standorte je Präfix
einer oder mehrere, auch als Anycast
Einrichtung und Betrieb
ohne Berechnung

Nächster Schritt

Netzoptionen im Konfigurator zusammenstellen

Uplink, vRack, Gateway, Load Balancer, DDoS-Stufe und IPv4-Subnetz stellen Sie im Netzwerk-Konfigurator zusammen; die Beträge dort sind dieselben wie in den Tabellen oben. Connect und die Ankündigung eines eigenen Adressblocks laufen nicht über den Warenkorb — beides braucht eine Kreuzverbindung oder einen Nachweis und damit ein Gespräch.

Backbone
18,4 Tbit/s
Peering-Punkte
94
DDoS-Filter
1,2 Tbit/s
Load Balancer ab
12,00 €