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Sprache
Deutsch
Währung
Euro (EUR)
Preise
netto, zzgl. 19 % MwSt.

Abrechnung in Euro aus Deutschland. Weitere Sprachen und Währungen sind derzeit nicht verfügbar.

Längsseite eines fensterlosen Technikgebäudes aus hellen Betonfertigteilen bei bedecktem Himmel: eine Stahltür und ein Rolltor in der Fassade, auf dem Dach eine Reihe baugleicher Rückkühler hinter einer Lamellenblende, davor eine leere asphaltierte Zufahrt.

Standorte

Die Plattform läuft in fünf Rechenzentren in Deutschland und Finnland

Netz, Systeme und den Zutritt zu unseren Racks verantworten wir selbst. Die Rechenzentren, in denen unsere Systeme stehen, haben wir nicht gebaut — wir wählen sie aus: nach Energieeffizienz, Rechtsrahmen und Anbindung. Sie liegen in Frankfurt am Main (zweimal), Berlin, München und Helsinki.Für jeden Standort weisen wir aus, was nachprüfbar ist: die Bewertung nach EN 50600, den PUE im Jahresmittel, den vertraglichen Strombezug und die Nachweise. Wo eine Angabe gerechnet und nicht gemessen ist, steht der Vorbehalt an der Zahl. Was hier steht, steht so auch in unseren Betriebshandbüchern.

Der PUE wird am Standort gemessen und monatlich fortgeschrieben. Die Klasse nach EN 50600 stammt aus dem Bericht der prüfenden Stelle; sie bewertet den Bau, nicht den Betrieb.

Bestand 08/2026

Standorte
5
Frankfurt am Main (zweimal), Berlin, München und Helsinki — alle in Betrieb
Nach EN 50600 bewertet
5 von 5
Die europäische Norm für den Bau von Rechenzentren. Die Klasse gibt an, wie weit Versorgung und Kühlung doppelt ausgelegt sind.
Bester PUE
1,08
PUE ist der Gesamtstromverbrauch geteilt durch den Verbrauch der IT allein. 1,00 wäre der theoretische Bestwert.
Verfügbarkeitsklasse VK4
4
Höchste Klasse der Norm. Sie setzt zwei vollständig getrennte Versorgungswege voraus, von denen jeder allein die volle Last trägt.

Kennzahlen über alle Standorte

PUE im Mittel
1,116Jahresmittel über alle fünf Standorte. Auf jedes Kilowatt IT-Last entfallen damit 116 Watt für Kälte, Verluste und Licht.
Leistungsdichte
42kW je RackHöchstwert bei Direktwasserkühlung. Verlangt ist dafür eine Zuluft von 24 °C nach ASHRAE-Klasse A1.
Kraftstoffvorrat
72hMindestvorrat bei Volllast, den wir an jedem Standort verlangen. Vorausgesetzt sind außerdem eine Netzersatzanlage in N+1-Auslegung und eine Nachlieferung innerhalb von sechs Stunden ab Abruf.

Alle Standorte

Die fünf Standorte im Einzelnen

Jede Karte nennt den PUE im Jahresmittel, die Latenz ab Frankfurt, den vertraglichen Strombezug, die Anbindung an unser Backbone, die Auslastung und die Nachweise des Standorts. Der Preisfaktor gibt an, wie sich der Listenpreis gegenüber dem Referenzstandort Frankfurt verschiebt.

fra1Deutschland

Standort Rhein-Main I

🇩🇪Frankfurt am Main, Deutschland

In Betrieb
PUE (Jahresmittel)
1,14
Latenz ab Frankfurt
3 ms
Strombezug, vertraglich
100 % erneuerbar, mit Herkunftsnachweisen
Bezug über Herkunftsnachweise, keine physikalische Angabe. Die Emissionen am Netz führen wir getrennt auf /nachhaltigkeit.
Anbindung an das Backbone
Metro Rhein-Main · Ring Deutschland
Belegte Kapazität71 %

Anteil der belegten Kapazität an der verfügbaren Kapazität dieses Standorts.

Nachweise

  • ISO 27001
  • ISO 50001
  • BSI C5:2020
  • EN 50600 VK4
  • TÜV Rheinland

50,110° N · 8,680° O

Preisfaktor 1,00 ×

fra2Deutschland

Standort Rhein-Main II

🇩🇪Frankfurt am Main, Deutschland

In Betrieb
PUE (Jahresmittel)
1,09
Latenz ab Frankfurt
3 ms
Strombezug, vertraglich
100 % erneuerbar, ergänzt um Photovoltaik am Standort
Bezug über Herkunftsnachweise, keine physikalische Angabe. Die Emissionen am Netz führen wir getrennt auf /nachhaltigkeit.
Anbindung an das Backbone
Metro Rhein-Main · Ring Deutschland
Belegte Kapazität44 %

Anteil der belegten Kapazität an der verfügbaren Kapazität dieses Standorts.

Nachweise

  • ISO 27001
  • ISO 50001
  • BSI C5:2020
  • EN 50600 VK4

50,050° N · 8,750° O

Preisfaktor 1,00 ×

ber1Deutschland

Standort Spree

🇩🇪Berlin, Deutschland

In Betrieb
PUE (Jahresmittel)
1,16
Latenz ab Frankfurt
6 ms
Strombezug, vertraglich
100 % erneuerbar, Schwerpunkt Windkraft
Bezug über Herkunftsnachweise, keine physikalische Angabe. Die Emissionen am Netz führen wir getrennt auf /nachhaltigkeit.
Anbindung an das Backbone
Ring Deutschland · Ring Ostsee
Belegte Kapazität58 %

Anteil der belegten Kapazität an der verfügbaren Kapazität dieses Standorts.

Nachweise

  • ISO 27001
  • BSI C5:2020
  • EN 50600 VK3

52,520° N · 13,400° O

Preisfaktor 1,00 ×

muc1Deutschland

Standort Isar

🇩🇪München, Deutschland

In Betrieb
PUE (Jahresmittel)
1,11
Latenz ab Frankfurt
5 ms
Strombezug, vertraglich
100 % erneuerbar, Kühlung mit Geothermie
Bezug über Herkunftsnachweise, keine physikalische Angabe. Die Emissionen am Netz führen wir getrennt auf /nachhaltigkeit.
Anbindung an das Backbone
Ring Deutschland
Belegte Kapazität82 %

Neue Bestellungen an diesem Standort nur nach Rückfrage.

Nachweise

  • ISO 27001
  • ISO 50001
  • BSI C5:2020
  • EN 50600 VK4
  • KRITIS-geeignet

48,140° N · 11,580° O

Preisfaktor 1,00 ×

hel1Finnland

Standort Uusimaa

🇫🇮Helsinki, Finnland

In Betrieb
PUE (Jahresmittel)
1,08
Latenz ab Frankfurt
21 ms
Strombezug, vertraglich
100 % erneuerbar, Schwerpunkt Wasser- und Windkraft
Bezug über Herkunftsnachweise, keine physikalische Angabe. Die Emissionen am Netz führen wir getrennt auf /nachhaltigkeit.
Anbindung an das Backbone
Ring Ostsee
Belegte Kapazität36 %

Anteil der belegten Kapazität an der verfügbaren Kapazität dieses Standorts.

Nachweise

  • ISO 27001
  • ISO 50001
  • BSI C5:2020
  • EN 50600 VK4

60,170° N · 24,940° O

Preisfaktor 0,94 ×

Nachprüfbare Standortdaten

Vier Angaben je Standort

Ein Standort lässt sich an vier Angaben vergleichen: Ort, Redundanzgrad des Baus nach EN 50600, PUE im Jahresmittel und Nachweise. Der PUE wird am Standort über das Jahr gemessen, Klasse und Nachweise stammen aus den Berichten der prüfenden Stellen. Wo ein Wert nicht aus dem laufenden Betrieb kommt, steht der Vorbehalt an der Zahl und nicht in einer Fußnote.

Standortdaten im Vergleich — Stand 08/2026
StandortRedundanzgrad (EN 50600)PUENachweise
Frankfurt am Mainfra1 · DeutschlandEN 50600 VK41,14ISO 27001 · ISO 50001 · BSI C5:2020 · TÜV Rheinland
Frankfurt am Mainfra2 · DeutschlandEN 50600 VK41,09ISO 27001 · ISO 50001 · BSI C5:2020
Berlinber1 · DeutschlandEN 50600 VK31,16ISO 27001 · BSI C5:2020
Münchenmuc1 · DeutschlandEN 50600 VK41,11ISO 27001 · ISO 50001 · BSI C5:2020 · KRITIS-geeignet
Helsinkihel1 · FinnlandEN 50600 VK41,08ISO 27001 · ISO 50001 · BSI C5:2020

Auswahl

Was ein Standort erfüllen muss

Die Rechenzentren, in denen die Plattform läuft, haben wir nicht gebaut, und wir führen sie nicht. Was hier steht, ist deshalb kein Leistungsnachweis, sondern die Liste der Bedingungen: Erfüllt ein Standort sie nicht, kommt er für uns nicht infrage.

Geprüft wird an allen Standorten nach demselben Rahmen — EN 50600, der europäischen Norm für den Bau von Rechenzentren. Unterschiedlich ist die Verfügbarkeitsklasse: VK4 in Frankfurt am Main (zweimal), München und Helsinki, VK3 in Berlin.

Anforderung an den Standort

Gebäudetechnik. Sie ist Bedingung, nicht Eigenleistung — geprüft vor der Auswahl eines Standorts und danach im laufenden Bestand.

  • Brandabschnitte, Früherkennung und Löschkonzept
  • Einspeisung, USV und Netzersatzanlage
  • Kühlung, Zulufttemperatur und Wasserverbrauch
  • Gelände, Empfang und Schleusen bis zur IT-Fläche
  • Gebäudeleittechnik und ein rund um die Uhr besetzter Leitstand

In unserer Hand

Was wir selbst führen und deshalb zusagen können — unabhängig davon, in welchem Gebäude es steht.

  • Unsere Systeme: Server, Speicher, Hypervisor, Firmware
  • Unser Netz: Backbone, Peerings, DDoS-Abwehr, AS204812
  • Unsere Hardware bis zur nachweislichen Löschung
  • Der Zutritt zu unseren Racks: Freigabe und Protokoll
  • Unser Betrieb: Überwachung, Wartungsfenster, Meldewege, Fristen

Hinter den Klassen stehen zwei Auslegungsgrade. N+1 heißt: Es steht ein Gerät mehr bereit, als der Betrieb braucht — fällt eines aus, trägt der Rest die Last weiter. 2N heißt: Es gibt die Anlage zweimal vollständig, auf getrennten Wegen, und jede Seite trägt allein die volle Last. N+1 überlebt einen Ausfall, 2N zusätzlich eine Wartung an einer ganzen Seite. Verlangt sind ab der Niederspannungsverteilung 2N und für die Anlagen davor mindestens N+1.

Eingang eines Technikgebäudes aus hellen Betonfertigteilen: eine zurückgesetzte Öffnung mit einer breiten Tür aus gebürstetem Stahl und Glas, dahinter ein heller, leerer Vorraum mit einem schmucklosen Tresen. Die Betonwand daneben ist glatt und unbeschriftet.
Die Gebäudehülle gehört zum Sicherheitskonzept, nicht zur Architektur: fensterlos und aus Sichtbeton, damit nichts dahinter von außen erreichbar ist. Verlangt sind zwei getrennte Mittelspannungsanschlüsse aus verschiedenen Umspannwerken; fallen beide aus, muss der Kraftstoffvorrat bei Volllast 72 Stunden tragen.
Blick senkrecht auf einen Doppelboden, aus dem zwei perforierte Platten herausgenommen und danebengelegt sind: darunter verzinkte Stützen auf dem Estrich und zwei getrennte Trassen — schwarze Starkstromleitungen in der einen, helle Datenleitungen in der anderen, beide gebündelt und gerade gekämmt.
Unter dem Doppelboden müssen Strom und Daten auf getrennten Trassen laufen; darüber führt derselbe Boden die kalte Zuluft, und die perforierten Platten liegen genau vor den Racks, die sie versorgen. Über den kalten Gassen liegt eine Haube, die kalte Zuluft von warmer Abluft trennt. Verlangt ist eine Zuluft von 24 °C ± 1 K; ein Rack trägt damit bis zu 42 kW, sofern es direkt wassergekühlt ist.
Reihe baugleicher grauer Schaltschränke an einer Wand, jeder mit derselben geschlossenen Tür, demselben Griff und derselben Lüftungsjalousie im Sockel. Über der Reihe eine verzinkte Kabeltrasse, aus der schwere isolierte Leitungen im gleichen Bogen in jeden Schrank abgehen; davor freier Arbeitsraum.
Elf Minuten muss die Batterie bei Volllast tragen. Das klingt kurz und ist reichlich: Die Dieselaggregate übernehmen nach 12 bis 18 Sekunden. Die Batterie überbrückt nicht den Stromausfall, sondern nur den Anlauf — und die Trasse darüber führt den Strom danach auf zwei getrennten Wegen weiter.

Anforderung an den Standort

Brandabschnitte und Löschkonzept

Verlangt ist eine IT-Fläche, die in Brandabschnitte von höchstens 800 m² unterteilt ist, getrennt durch F90-Wände — 90 Minuten feuerbeständig — und Brandschutztüren mit Feststellanlage. Die Früherkennung muss über Ansaugrauchmelder mit zweistufiger Alarmierung laufen: Voralarm bei 0,03 %/m Trübung, Hauptalarm bei 0,12 %/m. Gelöscht wird mit Stickstoff, nicht mit Wasser: Die Sauerstoffkonzentration sinkt auf 15 Vol.-%. Das erstickt den Brand, ohne die Hardware zu zerstören. Einen Standort ohne dieses Konzept wählen wir nicht.

Abschnittsgröße
max. 800 m²
Trennung
F90, Türen T90 mit Feststellanlage
Früherkennung
Ansaugrauchmelder, 2 Stufen
Löschmittel
Stickstoff, Zielwert 15 Vol.-% O₂
Flutungszeit
≤ 60 s je Abschnitt
Prüfintervall
Vierteljährlich, Volltest jährlich

Anforderung an den Standort

Stromversorgung, N+1 und A/B-getrennt

Ein Standort kommt für uns erst infrage, wenn er über zwei getrennte Mittelspannungsanschlüsse aus unterschiedlichen Umspannwerken versorgt wird. Transformatoren, USV-Anlagen — die batteriegestützte unterbrechungsfreie Stromversorgung — und Verteilungen müssen mindestens N+1 ausgelegt sein. Ab der Niederspannungsverteilung verlangen wir zwei vollständig getrennte Pfade A und B bis zur Steckdosenleiste im Rack; sie dürfen sich an keiner Stelle berühren. Unsere Server mit zwei Netzteilen überstehen den Ausfall eines ganzen Pfades dann ohne Unterbrechung.

Einspeisung
2 × 20 kV, verschiedene Umspannwerke
Transformatoren
N+1 je Abschnitt
Pfade im Rack
A und B, physisch getrennt
USV-Topologie
Doppelwandler, online
USV-Autonomie
11 min bei Volllast

Anforderung an den Standort

Netzersatzanlage und Kraftstoffvorrat

Fällt die Einspeisung aus, überbrückt die USV den Anlauf der Dieselaggregate. Verlangt ist ein Umschaltvorgang, der deutlich innerhalb der Batterie-Autonomie bleibt; im Bestand liegt er je nach Standort bei 12 bis 18 Sekunden. Die Aggregate müssen N+1 ausgelegt sein — eines darf ausfallen, ohne dass Last abgeworfen wird —, und der Kraftstoffvorrat muss bei Volllast mindestens 72 Stunden tragen.

Leistung je Aggregat
2,5 MW
Auslegung
N+1 je Standort
Anlaufzeit bis Lastübernahme
12 – 18 s
Tankvorrat
mind. 72 h bei Volllast
Nachlieferung
Rahmenvertrag, ≤ 6 h ab Abruf
Probelauf
Monatlich ohne Last, jährlich mit Lastübernahme

Anforderung an den Standort

Kühlkonzept

Grundlage muss indirekte freie Kühlung sein: Außenluft kühlt einen geschlossenen Wasserkreislauf über Rückkühler. Mechanische Kälte läuft nur, wenn die Außentemperatur das nicht mehr hergibt — in Frankfurt am Main im Jahresmittel 680 Stunden, in Berlin 1.290, in München 610 und in Helsinki 190. Verlangt sind außerdem eine geschlossene Kaltgang-Einhausung auf der IT-Fläche und eine Zulufttemperatur von 24 °C nach ASHRAE-Klasse A1.

Grundverfahren
Indirekte freie Kühlung, adiabat unterstützt
Kaltwassersätze
N+1
Zulufttemperatur
24 °C ± 1 K
Einhausung
Kaltgang, geschlossen
Leistungsdichte
bis 42 kW je Rack (Direktwasserkühlung)
Besonderheiten
muc1: Geothermie · hel1: längste freie Kühlzeit

Anforderung und eigene Leistung

Wege ins Gebäude — und unser Netz dahinter

Verlangt sind zwei getrennte Einführungspunkte für Glasfaser auf gegenüberliegenden Gebäudeseiten und mindestens zwei Meet-Me-Räume — die Räume, in denen fremde Netzbetreiber ihre Leitungen übergeben —, mit getrennter Wegeführung bis dorthin. Ab dem Übergabepunkt ist es unser Netz: Wir betreiben die Randrouter und binden jedes Rack mit zwei Uplinks an zwei verschiedene Leaf-Switches an — die Switches, an denen die Server unmittelbar hängen. Dass die beiden Switches in unterschiedlichen Brandabschnitten stehen, ist wieder eine Anforderung an den Standort.

Gebäudeeinführungen
2, gegenüberliegend
Meet-Me-Räume
mindestens 2
Wegeführung im Haus
Getrennt bis zum Übergabepunkt

Davon in unserer Hand

Rack-Anbindung
2 × 25 GbE, getrennte Switches
Backbone-Anschluss
2 × 400 GbE je Randrouter
Interne Topologie
Leaf-Spine, blockierungsfrei bis 1:1,2
Zeitquelle
GNSS + PTP, 2 Referenzen je Standort

Anforderung und eigene Leistung

Überwachung: Gebäude und Systeme getrennt

Gebäudeleittechnik, Brandmeldeanlage und Zutrittsanlage müssen in Netzen zusammenlaufen, die keine Route ins Kundennetz haben; vorausgesetzt ist ein rund um die Uhr besetzter Leitstand. Davon getrennt steht unsere eigene Überwachung: Wir messen jedes unserer Racks selbst, alarmieren unsere Rufbereitschaft und melden Störungen an die betroffenen Konten. Was das Gebäude meldet, ersetzt unsere Überwachung nicht — es kommt dazu.

Leitstand
Rund um die Uhr besetzt
Videoüberwachung
Innen und außen, 90 Tage Speicherung
Alarmwege
Redundant über Festnetz, Mobilfunk, Satellit
Notfallübung
Zweimal jährlich, mit Protokoll
Netztrennung
Betriebstechnik ohne Route ins Kundennetz

Davon in unserer Hand

Sensorik je Rack
Temperatur, Feuchte, Leistung, Türkontakt
Leistungsmessung
Je Rack und Pfad, in unserem Panel
Öffnungsprotokoll
Je Rack, mit Zeitstempel und Identität
Meldeweg
Betroffene Konten einzeln, Wartungsfenster vorab
Zutrittstür am Ende eines Betongangs: ein graues Stahlblatt in einer Stahlzarge mit sichtbaren Bändern, Drückergarnitur und obenliegendem Türschließer. Daneben auf Handhöhe ein schmuckloses Lesegerät mit einem einzelnen grünen Punkt; der Gang ist leer und durchgehend beleuchtet.

Zutrittskontrolle

Fünf Stufen bis zum Rack

Zwischen Straße und Server liegen fünf getrennte Kontrollen. Vier davon sind Gebäudesicherung und damit Bedingung an den Standort: Fehlt eine, stellen wir dort keine Systeme auf. Keine der fünf lässt sich durch Mitgehen umgehen — die Personenvereinzelung prüft Gewicht und Kontur und öffnet nur für eine Person je Freigabe.

Die fünfte Stufe ist unsere. Wer eines unserer Racks öffnen darf, entscheiden wir, und jede Öffnung steht mit Zeitstempel und Identität im Protokoll. Kundenbesuche sind an jedem Standort möglich, benötigen aber eine Anmeldung mindestens 24 Stunden vorher mit Namen und Ausweisdaten. Die Begleitung durch unser Personal ist durchgehend, auch im Colocation-Käfig des Kunden.

Biometrie: Wir verlangen Handvenenerkennung. Das Merkmal wird nicht wie ein Fingerabdruck an Oberflächen hinterlassen, und die Referenzdaten müssen lokal am Standort bleiben.

  1. Anforderung an den Standort

    Gelände

    Vorausgesetzt sind eine Umzäunung mit Übersteigschutz, Zaundetektion und Videoüberwachung mit Bewegungsanalyse. Anlieferungen müssen über eine separate Zufahrt mit Schleusentor laufen; das äußere Tor schließt, bevor das innere öffnet.

    Zaundetektion · Videoanalyse · Schleusentor für Lieferverkehr

  2. Anforderung an den Standort

    Empfang

    Verlangt ist ein rund um die Uhr personalbesetzter Empfang: Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises, Abgleich mit der angemeldeten Besucherliste, Ausgabe eines zeitlich befristeten Ausweises. Ohne Voranmeldung 24 Stunden vorher gibt es keinen Zutritt — auch nicht für unsere eigenen Mitarbeitenden, die an diesem Standort nicht regelmäßig arbeiten.

    Ausweisprüfung · Voranmeldung 24 h · befristeter Besucherausweis

  3. Anforderung an den Standort

    Vereinzelungsanlage

    Verlangt ist eine Personenschleuse mit Gewichts- und Konturkontrolle. Sie öffnet nur für genau eine Person je Freigabe; ein Mitgehen im Windschatten ist mechanisch ausgeschlossen. Weicht das gemessene vom erwarteten Gewicht ab, bleibt die Schleuse verschlossen und der Leitstand wird alarmiert.

    Gewichts- und Konturprüfung · Einzelfreigabe · Alarm bei Abweichung

  4. Anforderung an den Standort

    Weißfläche

    Zutritt zur IT-Fläche darf nur mit Karte und biometrischem Merkmal möglich sein. Wir verlangen Handvenenerkennung: Dieses Merkmal wird nicht wie ein Fingerabdruck an Oberflächen hinterlassen. Die Referenzdaten müssen ausschließlich lokal am Standort gespeichert werden und dürfen nicht zentral zusammenlaufen.

    Karte + Handvene · Referenzdaten nur lokal · Vier-Augen-Regel für Fremdfirmen

  5. In unserer Hand

    Rack oder Käfig

    Hier endet die Gebäudesicherung und beginnt unsere. Das Rack ist zusätzlich mechanisch oder elektronisch verschlossen; wer es öffnen darf, steht auf einer Liste, die wir führen, und jede Freigabe wird einzeln erteilt. Elektronische Schlösser protokollieren jede Öffnung mit Zeitstempel und Identität; das Protokoll ist im Kundenpanel einsehbar. Colocation-Käfige haben eine eigene Zutrittsliste, die der Kunde selbst pflegt.

    Elektronisches Rackschloss · Öffnungsprotokoll im Panel · eigene Zutrittsliste

Backbone

Ein eigenes Netz unter AS204812

Das Netz ist der Teil, der uns ganz gehört. Seit 2019 nutzt ENTRONYX CLOUD dunkle Fasern statt Transitkapazität — dunkle Faser heißt: die Leitung liegt, das Licht darauf machen wir selbst. Das ist teurer in der Anschaffung. Dafür ist die Latenz zwischen den Standorten planbar, und eine Kapazitätserweiterung ist eine Frage von Transpondern — den Sende- und Empfangsmodulen an der Faser — statt von Vertragsverhandlungen.

Gesamtkapazität
11,2Tbit/sSumme der drei Ringe, je Richtung gerechnet
Direkte Peerings
94An den Internetknoten der Länder, in denen die Plattform läuft; offene Peering-Richtlinie
Transitverträge
4Bewusst redundant, kein Anbieter über 40 % Anteil
Umschaltzeit
< 50msBei Faserbruch, über vorberechnete Ersatzpfade
Einschränkung: Gilt für Ringe mit vollständig getrennten Trassen. Wo sich beide Richtungen einen Kabelkanal teilen — die Ringtabelle nennt die Stelle mit ihrer Länge —, kann ein Bagger sie gleichzeitig treffen.
Ringtopologie des Backbones — Stand 08/2026
RingAbschnitteLängeKapazität je Richtung (Tbit/s)Redundanz
Metro Rhein-Mainfra1 ↔ fra2 (4 Wege)34 km6,4Vier unabhängige Wege, keine gemeinsame Trasse
Ring Deutschlandfra1 → ber1 → muc1 → fra21.720 km3,2Getrennte Trassen bis auf 6 km im Raum Fulda, geschlossen über die Metro Rhein-Main
Ring Ostseeber1 ↔ hel1 (2 Wege)1.180 km1,6Zwei Seekabel mit getrennten Landestellen, ohne gemeinsamen Abschnitt

Peering statt Transit, wo es geht

72 % unseres Verkehrs verlässt das Netz über direkte Peerings an den Internetknoten der Länder, in denen die Plattform läuft — vor allem DE-CIX in Frankfurt, BCIX in Berlin und FICIX in Helsinki. Transit nutzen wir für den Rest und als Rückfallebene. Peering-Anfragen beantworten wir innerhalb von fünf Arbeitstagen; unsere Richtlinie ist offen und ohne Anforderung an das Verkehrsverhältnis.

Getrennte Trassen, nicht nur getrennte Fasern

Zwei Wege gelten für uns erst dann als redundant, wenn sie auf getrennten Trassen liegen. Wo das nicht durchgängig möglich ist, teilen sich beide Richtungen auf einem kurzen Stück einen Kabelkanal. Die Ringtabelle nennt diese Stelle mit ihrer Länge, und sie fließt in die Verfügbarkeitsrechnung ein.

DDoS-Filterung im eigenen Netz

Die Erkennung läuft über Flow-Auswertung an allen Randroutern — die laufende Auswertung, wer mit wem wie viel Verkehr austauscht. Die Filterung übernimmt eine verteilte Scrubbing-Kapazität von 1,2 Tbit/s: Filterknoten, die Angriffsverkehr aussieben und den übrigen durchlassen. Angriffe unterhalb von 40 Gbit/s werden ohne Umleitung direkt am Rand verworfen; größere Angriffe werden über die Filterknoten geführt, was 8 bis 14 ms zusätzliche Latenz bedeutet.

Besichtigung und Colocation

Sehen Sie sich an, wo Ihre Systeme stehen sollen

Ein begleiteter Besuch dort, wo Ihre Systeme stehen oder stehen sollen, ist für Bestands- und Interessentenkonten möglich — mit Voranmeldung 24 Stunden vorher und Ausweisprüfung am Empfang. Für Colocation ab einem halben Rack sprechen Sie bitte direkt mit dem Vertrieb: Wir prüfen jede Anfrage einzeln und nennen die Frist für die Bereitstellung bereits im Angebot.

Standorte
5
Nach EN 50600
5 von 5
Bester PUE
1,08
Stufen bis zum Rack
5